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23. Mai 2008 AG Umwelt, Energie & Verkehr

Deutsches Atomforum in Hamburg

Das Deutsche Atomforum wird vom 27. bis 29. Mai bei seiner „Jahrestagung Kerntechnik" im Hamburger CCH für den weltweiten Aufschwung der Atomenergie werben. Der neue Wirtschaftssenator Axel Gedaschko will den dort versammelten AtomexpertInnen "Grußworte von Stadt und Staat Hamburg" überbringen. Die LINKE Hamburg fordert den Repräsentanten des neuen schwarz-grünen Senats auf, seine Teilnahme an dieser Lobby-Veranstaltung der Atomindustrie abzusagen.

Im Zentrum der diesjährigen Tagung steht, wie der weltweite Aufschwung der Atomenergie befördert werden kann. Die Energiekonzerne E.On, Vattenfall, RWE und EnBW wollen den mit der Bundesregierung im Jahr 2000 vereinbarten schrittweisen Atomausstieg kippen und alte Atommeiler wie Brunsbüttel, Biblis oder Neckarwestheim in die nächste Legislaturperiode retten.

Mehr als 1.000 VertreterInnen aus (Atom-) Wirtschaft und Politik werden im CCH die atomaren Risiken verharmlosen und die Atomenergie als weltweiten Klimaretter feil bieten, um ihre Reaktoren länger laufen lassen zu können.

Gilbert Siegler, Sprecher der AG Umwelt, Energie und Verkehr der LINKEN. Hamburg, stellt dazu fest:

  1. AKWs stellen schon im Normalbetrieb ein beträchtliches Risiko dar. Die Störfälle in Brunsbüttel und Krümmel zeigen das ebenso wie die Kinderkrebs-Studie, die belegt, dass Kinder häufiger an Krebs erkranken, wenn sie im Umkreis von AKWs leben.
  2. Einen großen Unfall wie in Tschernobyl würde bei vorherrschenden Westwinden der größte Teil der Bevölkerung Hamburgs nicht überleben. Das AKW im schwedischen Forsmark war 2007 nur wenige Minuten von einem GAU entfernt.
  3. Bis heute ist völlig unklar, wie die wachsenden Mengen strahlenden und hochgiftigen radioaktiven Mülls über 100.000e von Jahren sicher gelagert werden können.
  4. Der Betrieb von AKWs erleichtert immer auch den Zugang zu Atomwaffen.
  5. Die Subventionen, welche die AKW-Betreiber nach wie vor bekommen, sichern die Rekordprofite von Vattenfall, E.on, RWE und EnBW. Sie blockieren zugleich den für den Klimaschutz längst überfälligen Umstieg auf die Energieerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie.

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU und GAL schweigt sich dazu aus, Es ist nicht neu, dass die CDU die Interessen der Atomkonzerne vertritt. Dass sich nun auch die GAL in Hamburg dieser Politik anschließt, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Entwicklung der Grünen in Hamburg.

DIE LINKE fordert die sofortige Stilllegung der AKWs in Krümmel und Brunsbüttel sowie aller anderen Atomanlagen!

Die Subventionen für die Atomenergie müssen stattdessen für Energiesparmaßnahmen und die Einführung und Weiterentwicklung regenerativer Energie verwendet werden!