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25. Oktober 2008 Bürgerschaftsfraktion

Der tägliche Wahnsinn im Hamburger Schauspielhaus: Hartz IV auf der Bühne

Als gestern Abend die Premiere des Theaterstücks „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats.....“ statt fand, war als Vertreter der Hamburger Bürgerschaft auch Vizepräsident Wolfgang Joithe anwesend.

Joithe, sozialpolitischer Sprecher der Linksfraktion, hat selbst drei Jahre von Hartz IV gelebt und zeigte sich von der Aufführung stark beeindruckt:

„Was dort auf die Bühne gebracht wurde, mag vielen Zuschauern übertrieben, unglaubhaft und wie ein Zukunftsszenario vorkommen. Aber alle, die einmal der Verfolgungsbetreuung von team.arbeit.hamburg ausgesetzt waren, wissen, dass die Schauspieler nur den ganz alltäglichen Wahnsinn, dem Erwerbslose in dieser Stadt Thematik so engagiert auf die Bühne gebracht wurde.“ ausgesetzt sind, dargestellt haben. Ich freue mich sehr, dass diese

„Meine Hoffnung ist, dass ein Stückchen dieser revolutionären Stimmung aus den ehrwürdigen Mauern des Schauspielhauses heraus schwappt und die ‚Ausgeschlossenen’ unserer Zeit sich nicht aus Scham in ihren Wohnungen verkriechen, sondern aktiv auf sich, ihre Situation und ihre Lebensgeschichten aufmerksam machen. Armut ist keine Krankheit, sondern wurde und wird von politischen Entscheidungsträgern bewusst herbeigeführt. Man kann durchaus andere Entscheidungen treffen, wenn man denn will.“ Joithe, der noch genau weiß, wie es sich anfühlt, mit 351 Euro auskommen zu müssen, empfiehlt jedem, sich Marat/Sade anzuschauen und bedankt sich ausdrücklich beim Ensemble, der Regie, Dramaturgie und allen anderen der Truppe.