Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
3. März 2016 Bürgerschaftsfraktion

Demografie-Konzept: Senat ignoriert Altersarmut komplett

Die Hamburgische Bürgerschaft debattiert heute über die Fortschreibung des Demografie-Konzepts „Hamburg 2030“. Mit einem Zusatzantrag fordert die Fraktion DIE LINKE den Senat auf, die Bekämpfung von Altersarmut zum wesentlichen Bestandteil des Konzepts zu machen und Strategien zur wirksamen und nachhaltigen Bekämpfung von Altersarmut zu entwickeln und einzusetzen. Die SPD lehnt das aber ab – Altersarmut sei ein Problem des Bundes, Hamburg habe da keinerlei Lösungsmöglichkeiten.

Die Fortschreibung des Demografie-Konzepts ist, trotz aller offenen Fragen zur Umsetzung, an sich gut“, erklärt dazu Deniz Celik, seniorInnenpolitischer Sprecher der Fraktion. „Der Senat ignoriert jedoch bewusst das Problemfeld der gerade in Hamburg dramatisch wachsenden Altersarmut. Armut ist eines der größten Hindernisse für die soziale Teilhabe an der Gesellschaft, es besteht dringender Handlungsbedarf – und es gibt selbstverständlich auch lokale Ansätze, die SPD und Grüne verfolgen könnten, beispielsweise den Bau von auch für RentnerInnen bezahlbaren Wohnungen. Der Senat hat heute deutlich gemacht, dass er das Problem der Altersarmut nicht angehen will. Das ist eine Bankrott-Erklärung.

Die Altersarmutsquote in Hamburg steigt seit Jahren dramatisch, es fehlt an bezahlbaren, altersgerechten Wohnungen. Besonders häufig sind Frauen betroffen. „Um die soziale Teilhabe für SeniorInnen sicherzustellen, müssen zwingend flächendeckende und verlässliche Angebote geschaffen werden, die den Bedarfen der von Armut betroffenen älteren Menschen Rechnung tragen“, so Celik. „Daher muss ein Konzept, das die Teilhabe der älteren Menschen in den Mittelpunkt stellt, aus der Perspektive der Bekämpfung der Altersarmut heraus entwickelt werden.

Den Zusatzantrag der Fraktion DIE LINKE finden Sie im Anhang dieser Mitteilung.