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6. November 2012 Bürgerschaftsfraktion

Das Lehrerarbeitszeitmodell gehört abgeschafft

Die Fraktion der Grünen hat für die kommende Bürgerschaftssitzung einen Antrag zur „Überarbeitung des Lehrerarbeitszeitmodells“ (Drs. 20/5634) eingebracht. „Das Lehrerarbeitszeitmodell ist eine besonders missratene CDU/FDP/Schill-Reform aus dem Jahre 2003“, erinnert Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. „Es sollte ‚Gerechtigkeit’ unter den Lehrkräften schaffen und hat gleich mal allen Lehrerinnen und Lehrer zwei Stunden Unterricht mehr aufgelastet. Es hat seitdem mehrere Gutachten und Kommissionen gegeben, die viel Zeit und Geld gekostet haben.“ Zuletzt hatte die Behler-Kommission im Jahre 2008 allein 43 neue Aufgaben für Lehrkräfte identifiziert.

Keiner hat sich aber daran gewagt, etwas am Lehrerarbeitszeitmodell zu ändern“, kritisiert Dora Heyenn. „Auch nicht die Grünen, als sie die Schulsenatorin stellten.“ Grund dafür sei, dass sich das Lehrerarbeitszeitmodell einfach nicht überarbeiten lasse. „Wenn die Grünen jetzt fordern, in einigen Fächern Lehrkräfte zu entlasten, wird das andere Lehrkräfte belasten.“ Die angebliche „Gerechtigkeit“ des Modells schaffe also immer Ungerechtigkeiten auf der anderen Seite. Denn es müsse ja „gespart“ werden.

Das Lehrerarbeitszeitmodell ist ein Bürokratiemonster, es gehört abgeschafft“, folgert Dora Heyenn. Es sei so gut wie unmöglich, alle beruflichen Tätigkeiten von Lehrkräften zeitlich erfassen zu wollen, zumal sich diese Tätigkeiten ständig änderten. „Kein anderes Bundesland und so gut wie kein anderer Staat sind diesem Irrweg gefolgt. Sie fahren sehr gut mit dem Pflichtstundenmodell. Nur der Stadtstaat Hamburg weiß es besser. Und ganz schlau sind mal wieder die Grünen.