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30. Juni 2008 Bezirk HH-Nord, Fraktion HH-Nord

Das Freibad Ohlsdorf muss als Naherholungseinrichtung für Kinder, Jugendliche und Familien erhalten bleiben!

Die Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord und der Bezirksverband der Partei DIE LINKE Hamburg-Nord unterstützen das Anliegen der Bürgerinitiative „Rettet das Freibad Ohlsdorf!“. Je ein Mitglied der Fraktion sowie der Partei gehören zu den Gründungsmitgliedern.

Die städtische Bäderland Hamburg GmbH will ein Drittel der Grundstücksfläche, also 9.900 m2, zu Gunsten eines hochwertigen  Eigentumswohnprojektes opfern. Der Erlös aus dem Verkauf soll zur Finanzierung der Sanierung sowie einer Luxus-Modernisierung dienen.

Dafür nimmt Bäderland im Außenbereich den Wegfall von zwei 50m-Becken, der Sprungtürme, der Rutsche sowie großer Teile der Liegewiese in Kauf. Bäderland plant, aus dem beliebten Familienbad - eins der letzten dieser Art - ein Fitness- und Sportbad mit zahlreichen kostenpflichtigen Zusatzangeboten zu machen. Die Fraktion DIE LINKE ist der Meinung, dass städtisches Tafelsilber nicht verkauft werden darf. Der Auftrag der Bäderland Hamburg GmbH, der Bevölkerung, vor allem den Kindern und Jugendlichen, das Schwimmen in öffentlichen Bädern kostengünstig zu ermöglichen, muss unverändert verwirklicht werden.

Die Umsetzung des zur Diskussion stehenden 'Bebauungsplans Ohlsdorf 10' hat eine Einschränkung des Angebots zur Folge. Für Kinder und Jugendliche wäre das Schwimmbad nicht mehr attraktiv. Ein Anlage mit einem beheizten 25m-Außenbecken wie im Holthusenbad, ohne Rutsche, ohne Sprungtürme und ohne, wie bisher, zwei 50m-Außenbecken ist unseres Erachtens weder für Familien noch für Kinder und Jugendliche ausreichend.

Das Ohlsdorfer Bad verfügt dann nicht mehr über eine ausreichende Kapazität, die dem sommerlichen Besucherandrang gerecht werden kann. Die Außenflächen werden von den Besuchern nicht angemessen genutzt werden können, da absehbar ist, dass sie die Ruhe der sich dann in unmittelbarer Nähe befindenden neuen Eigentumwohnungs-Anwohner stören würden.

Deshalb setzt sich die Bürgerinitiative „Rettet das Freibad Ohlsdorf!“, mit einem Bürgerbegehren für die Sanierung und den Erhalt des Hallen- und Freibades Ohlsdorf ein. Dies gilt insbesondere für die beiden 50m-Außenbecken, die Sprungtürme, die Rutsche sowie die gesamten Außenfläche. Die durch den Klimawandel bedingt zunehmend wärmer werdenden Sommern, die steigenden Bedeutung von sportlichen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche und die stärker werdende Bedeutung bezahlbarer Freizeit- und Urlaubsangebote machen das Ohlsdorfer Freibad mit dem bisherigen Angebot  unverzichtbar.

Für das angemeldete Bürgerbegehren werden noch bis Mitte Dezember Unterschriften im gesamten Bezirk Hamburg-Nord gesammelt.