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2. Februar 2009 AG Bildungspolitik

Das Beste draus machen

Soziale Selektion minimieren, Zementierung des Bildungsprivilegs zurückdrängen, Lern- und Arbeitsbedingungen verbessern

Auf einer Klausurtagung am Wochenende haben sich die BildungspolitikerInnen der LINKEN mit der aktuellen Bildungsdebatte beschäftigt. In aller Schärfe haben sie den Versuch konservativer Kreise der Elbchaussee zurückgewiesen, ihr Bildungsprivileg gegen jegliche strukturelle Veränderung mit reaktionärer Ideologie, verdrehter Interpretation empirischer Untersuchungen und gefälschten Zahlen zu verteidigen

Bekräftigt wurde das Eintreten der LINKEN für „Eine Schule für Alle“ und die Ablehnung des Zwei-Säulen- Modells. DIE LINKE betrachtet die geplante Primarschule als Zwischenschritt zur Gemeinschaftsschule, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Das eigentliche Problem ist das ab Klasse 7 folgende Zwei-Säulen-Modell (Stadtteilschule, Gymnasium), das die soziale Auslese festschreibt. Dafür fordert die LINKE:

  1. keine äußere Leistungsdifferenzierung, Möglichkeit des jahrgangsübergreifenden Lernens
  2. keine Zwangsabschulungen, Integration von SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf
  3. Oberstufen zum Abitur, alleine oder im Verbund

Schließlich können diese Veränderungen der Schullandschaft nur dann zu einer verbesserten Bildung führen, wenn

  • die Klassenfrequenzen überall deutlich gesenkt werden
  • mehr LehrerInnen eingestellt und ihre Arbeitszeit gesenkt wird
  • das Büchergeld abgeschafft wird und Zu- und Umbauten in Regie der Stadt erfolgen
  • die Lehrerfortbildung deutlich ausgeweitet wird.

Dazu sind Mittel aus dem aktuellen Konjunkturprogramm zu verwenden - denn Bildungsinvestitionen sind Zukunftsinvestitionen.

Für diese Ziele werden sich die Vertreter der LINKEN in den regionalen Schulenwicklungskonferenzen einsetzen. Sie fordern Eltern und Lehrer auf, auch ihrerseits in diesem Sinne Druck zu machen.

Dateien:
AG-BIP_ZSM_090130_01.pdf24 K