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30. Juli 2012 Bürgerschaftsfraktion

CSD 2012 – DIE LINKE feiert mit!

An den Feierlichkeiten anlässlich des Christopher Street Days 2012 in Hamburg beteiligt sich auch die Linksfraktion aktiv. Das diesjährige Motto lautet „Ehe 2.0 – nach den Pflichten jetzt die Rechte“.

Kersten Artus, gleichstellungspolitische Sprecherin der Linksfraktion erklärt dazu: „Die Rechte der Homo-Ehe an die Rechte der Hetero-Ehe anzugleichen ist ein bedeutsamer Schritt zur Gleichstellung homosexueller und heterosexueller Lebensentwürfe und -entscheidungen. Die Entscheidung, sich langfristig zu verbinden und Verantwortung für einander zu tragen, darf nicht mehr länger nur der Mann/Frau-Beziehung vorbehalten sein. Daher kritisieren wir scharf, dass ein Antrag im Bundestag zur Gleichstellung homo- und heterosexueller Paare an den Stimmen von CDU, CSU und FDP scheiterte.“ Dass Hamburg Pride diese Parteien aufgefordert haben, am CSD nicht teilzunehmen, ist aus Sicht von Artus nachvollziehbar. Unverständlich sei allerdings die beleidigte Haltung einiger Hamburger CDU und FDP-Akteure, insbesondere die laut geäußerten Gedanken des CDU-Abgeordneten Roland Heintze, die Gemeinnützigkeit des CSD in Frage zu stellen. „Er sollte besser seinen Bundestagsabgeordneten Dampf machen sich für die Homo-Ehe einzusetzen, anstatt die Bewegung zu spalten.“ Artus fordert die Kontrahenten auf, sich an einen Tisch zu setzen und den Konflikt persönlich auszudiskutieren, anstatt sich mit Offenen Briefen zu traktieren.

Unabhängig von diesem Konflikt werfen wir die Frage auf, warum ein Lebensentwurf wie die Ehe als Einzige Privilegien haben sollte. Hinzu kommt, dass das Ehegattensplitting den finanziell schwächeren Teil der Ehegemeinschaft, in der Regel die Frau, benachteiligt. Die Gleichstellung der Homo-Ehe sehen wir daher nur als ersten Schritt“, so Artus.

Kersten Artus sieht es als erforderlich an, dass alle Partnerschafts-Varianten sichtbar sind – auch in Kinder- und Schulbüchern: „Hier hat Hamburg großen Nachholbedarf, hier muss die Lokalpolitik endlich aktiv werden. Diverse Bundesländer haben bereits Studien in Auftrag gegeben, um die Sichtbarkeit von Schwulen und Lesben in Schulbüchern zu evaluieren. Wir werden uns im kommenden Jahr dafür einsetzen, dass hier etwas passiert.