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23. März 2016 Bürgerschaftsfraktion

City-Hof: Senat resistent gegen Argumente des Denkmalschutzes

By n/a, via Wikimedia Commons

Wenn es um die Zukunft der Cityhof-Häuser geht, ist Rot-Grün gegen jede Logik immun. Während sich die Opposition in der gestrigen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses geschlossen für den Erhalt der denkmalgeschützten Häuser aussprach, stimmte die rot-grüne Mehrheit dem Verkauf und Abriss der Häuser zu.

Und das, obwohl sich alle Sachverständigen in einer Fachanhörung Anfang März gegen den Abriss ausgesprochen hatten. Den ExpertInnen ging es um Fragen des Denkmalschutzes und des Umgangs mit dem Weltkulturerbe des Kontorhausviertels. Bei der gestrigen Anhörung des Senats waren aber weder die Kultursenatorin noch MitarbeiterInnen des Denkmalschutzamtes anwesend.

"Senat und SPD umgehen krampfhaft die Fragen des Denkmalschutzes“, sagt Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. "Die Abrisspläne werden auch andere EigentümerInnen dazu ermuntern, den Denkmalschutz nicht mehr ernst zu nehmen.“

Dass der Senat weiter an dem Argument, die Gebäude seien nicht wirtschaftlich, festhält, ist eine Farce: Sechs BieterInnen haben in dem Verfahren bisher das Gegenteil bewiesen. Zudem musste der Senat zugeben, dass es kein unabhängiges Gutachten zur Gebäudesubstanz gibt. Oberbaudirektor Jörn Walter verweist auf die mangelnde Ästhetik der Häuser. "Es geht hier um den historischen Wert, nicht um die Schönheit der Cityhof-Häuser. Herr Walter geriert sich hier als Oberabrissdirektor", kritisiert Sudmann.

Mit dem anhängenden Antrag, der die geschlossene Unterstützung der Opposition bekam, wurde dem Senat eine Abriss-Alternative vorgelegt. Ein neues Verfahren ohne Abriss, unter Berücksichtigung der Bedeutung des Weltkulturerbes und eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung sind die zentralen Punkte. Doch der Antrag wurde mit einer rot-grünen Mehrheit abgelehnt. "Der Senat hat damit nicht nur den Denkmalschutz mit Füßen getreten, sondern auch den Weg für einen langweiligen Neubau freigemacht“, so Sudmann.