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14. Oktober 2011 Bürgerschaftsfraktion

Busbeschleunigung: Langsamer Prozess des Umdenkens?

In der heutigen Ausgabe des Hamburger Abendblatts wird über Planungen des Senats zur Busbeschleunigung berichtet. Dazu Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion:  „Bei der Absage an die Stadtbahn war der SPD-Senat schnell, bei der Busbeschleunigung findet er das Gaspedal nicht.  Oder weshalb soll es fünf Jahre dauern, bis der erste Schritt zur umfassenden Busbeschleunigung abgeschlossen ist?  Es gibt viel zu tun, aber solange brauchen die Maßnahmen nicht bis zur Umsetzung.

Eine Beschleunigung des Busverkehrs kann u.a. durch den Verzicht auf Busbuchten neben der Fahrbahn erreicht werden. Steht der Bus zum Ein- und Aussteigen der Fahrgäste auf der Fahrbahn, kann er sich mühelos wieder in den Straßenverkehr einfädeln und erreicht zügig die nächste Haltestelle. Der Senat will den Bus in Busbuchten verbannen, auch wenn für den übrigen Verkehr das Halten auf der Fahrbahn erlaubt ist (vgl. Antwort des Senats in Drs. 20/1241, Nr. 7). Das ist eine klare Benachteiligung des Busverkehrs.

Auch bei den Ampeln mit Vorrangschaltung scheint das vorhandene Potenzial noch nicht ausgeschöpft zu sein. 138 Ampeln mit entsprechenden Vorrichtungen gibt es, die Bevorrechtigung des Busverkehrs „ist grundsätzlich in Betrieb“, so der Senat auf entsprechende Anfragen der Linksfraktion (Drs. 20/492 und 20/1241).

Zur Attraktivität des Busverkehrs gehören komfortable und moderne Busse.  Wer Bus fährt, möchte auch sitzen können und nicht wie in einer Sardinenbüchse aufgereiht stehen. Mehr Mitmenschlichkeit ist schön,  aber nicht auf unfreiwilliger Basis. Deshalb muss der Senat gemeinsam mit den Busbetrieben dafür sorgen, dass der Trend zu neuen Bussen mit deutlich weniger Sitzplätzen sofort gestoppt wird.

Die Busbeschleunigung kann nur erfolgreich sein, wenn auch das Umdenken in Richtung Bus und Bahn schneller erfolgt.“