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16. Oktober 2012 Bürgerschaftsfraktion

Bundesfachkongress Interkultur – Neue Maßstäbe für die interkulturelle Kulturarbeit?

Bundesfachkongress Interkultur 2012

Die Linksfraktion begrüßt es sehr, dass der Bundesfachkongress Interkultur 2012 in Hamburg stattfindet. Der interkulturelle Austausch und Dialog ist von essentieller Bedeutung für die Entwicklung unserer Gesellschaft. Deshalb ist das Engagement der Stadt, die den Kongress finanziell unterstützt, ein wichtiges Zeichen. „Um für Hamburg wirklich neue Maßstäbe bei der interkulturellen Kulturarbeit initiieren zu können, muss aber noch einiges mehr passieren“, erklärt Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Kulturausschusses. So werde der Betrag, mit dem die Kulturbehörde interkulturelle Projekte in Hamburg unterstützt, nicht annähernd dem Förderungsbedarf gerecht.

Kulturpolitisch bestehen in Hamburg für den Bereich Interkultur weder ausdifferenzierte Förderstrukturen noch ausreichende Förderansätze. Mit den 300.000 Euro jährlich aus dem Kulturhaushalt wird man dem Bedarf der interkulturellen Kulturszene nicht gerecht“, kritisiert Hackbusch. Bedarfe bestehen unter anderem bei Stellen für Interkultur und interkulturelle Kommunikation in den aktiv arbeitenden Einrichtungen und für ein erweitertes Angebot an Seminaren und Fortbildungen. Im Theaterbereich gibt es mit dem MUT Theater nur eine einzige institutionell geförderte Institution. Der Etat der Werkstatt 3 ist seit fast zehn Jahren gedeckelt. „Statt zusätzliche Einnahmen aus der Kulturtaxe in die Tourismusförderung zu stecken, sollte die Stadt lieber dafür sorgen, dass auch die interkulturelle Kulturarbeit davon profitieren kann“, fordert Hackbusch. „Gehört die kulturelle Vielfalt nicht viel mehr zur Seele und Identität der Stadt als Musicals und Elbphilharmonie?