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21. Dezember 2008 Bürgerschaftsfraktion, Fraktion Wandsbek

„Bordellaffäre“ in Wandsbek

Sachlichkeit ist nötig – LINKE fordert Runden Tisch

 

Die Wandsbeker Linksfraktion fordert, in der Diskussion um den „Mega-Puff“ endlich Sachlichkeit einziehen zu lassen. Ähnlich wie für St. Georg im schwarzgrünen Koalitionsvertrag vorgesehen soll für Wandsbek ein „Runder Tisch Prostitution“ eingerichtet werden. Vasco Schultz (32), Bezirksabgeordneter der LINKEN: „Prostitution wird nicht dadurch verhindert, dass Bordelle verboten werden. Sie wird verdrängt auf die Straße, in die Illegalität, in die Autos der Freier. Wer Bordelle verhindert, der verhindert gesicherte, menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Prostituierte.“

Die Ansiedlung eines Bordells bedeutet aus Sicht der Linken kein Abrutschen eines Stadtteils. Dafür sind ganz andere Faktoren entscheidend, wie Armut, Erwerbslosigkeit, schlechte Infrastruktur, fehlende Freizeitangebote.

Unterstützung erhält LIE LINKE Wandsbek von der frauenpolitischen Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion der Linken, Kersten Artus: „Runde Tische schaffen Transparenz und ermöglichen eine Verständigung verschiedener Interessen: den Huren und ihren Interessenvetretungen, den Anwohnerinnen und Anwohnern, der Polizei, dem Bezirksamt. Im Frühjahr 2009 soll er für St. Georg eingerichtet werden. Wandsbek sollte dem Beispiel folgen.“