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6. Januar 2009 Fraktion Wandsbek

„Bordell-Affäre“: Sperrbezirk Wandsbek?

 

Die Wandsbeker Bezirksversammlung beschloss in ihrer Sitzung am 5. Januar im Berufsförderungswerk Farmsen, dass der Umzug eines Bordells aus der Ahrensburger Straße (Wohngebiet) in die Angerburger Straße (Gewerbegebiet) mit allen Mitteln verhindert werden soll. Einzig die Fraktion „Die Linke“ schloss sich der Mehrheitsmeinung nicht an und stimmte dagegen.

Darüber hinaus wurde deutlich, dass bis auf die Partei „Die LINKE“ parteiübergreifend eine Ansiedlung von Bordellen in Wandsbek abgelehnt wird.Vasco Schultz(32), sozialpolitischer Sprecher der Wandsbeker LINKEN dazu: „Prostitution ist gesellschaftliche Realität und seit 2001 durch das Prostitutionsgesetz (ProstG) auch rechtlich als normales Gewerbe anerkannt. Im Durchschnitt nehmen täglich ca. 1,8% der Bevölkerung die Dienste von Prostituierten in Anspruch. In Wandsbek wären dies in etwa 7300 Personen, vorwiegend Männer. Es ist bigott, einerseits Wandsbek als bordellfreie Zone etablieren zu wollen, andererseits aber  zu erwarten, dass andere Bezirke für die „Triebabfuhr“ Wandsbeker Männer überproportional mit Freudenhäusern belastet werden sollen. Alle anderen Parteien wissen das auch, trauen sich aber mit Rücksicht auf ihre Wählern nicht, das öffentlich zu sagen.“

Die Wandsbeker LINKE lehnt ein generelles Verbot von Bordellbetrieben in Wandsbek auch deshalb ab, weil Bordelle im Gegensatz zu beispielsweise einem Straßenstrich mehr Sicherheit und bessere Arbeitsbedingungen für die Prostituierten bedeuten.

Für Rückfragen: Vasco Schultz unter Telefon: 0173-58 408 37