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13. April 2012 Bürgerschaftsfraktion

Bildungstourismus für Besserverdienende: CDU will zurück zu großen Klassen

© Dieter Schütz / pixelio.de

Zur Ankündigung der CDU-Fraktion, einen Antrag in der Bürgerschaft einbringen zu wollen, wonach große Klassen wieder ermöglicht werden, erklärt Dora Heyenn, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE: "Die CDU will zurück zu großen Klassen, wie sie unter der CDU-Schulsenatorin Frau Dinges-Dierig üblich waren. Damals wurden durchschnittlich 27 Kinder in einer Grundschulklasse zusammengepfercht. Hamburg hielt damals den traurigen Rekord mit den größten Klassen von allen Bundesländern. DIE LINKE hat kleine Klassen gefordert und durchgesetzt. Sie wird daher an dieser Errungenschaft festhalten und sie verteidigen.

Für einen modernen, individualisierten Unterricht brauchen wir kleine Klassen. Die CDU redet immer vom ,Schulfrieden', stiftet aber mit ihren großen Klassen Unfrieden. Ihre Begründung, Schulleiter müssten flexibel sein, damit auch Umzugskinder in eine Klasse aufgenommen werden können, ist scheinheilig. Schon jetzt erlaubt das Schulgesetz, dass die Klassenobergrenze ,im Einzelfall' überschritten werden kann. Offensichtlich geht es der CDU um etwas anderes. Sie will für die ,besseren Kreise' einen Bildungsmarkt mit einem Bildungstourismus zu ,besseren' Grundschulen eröffnen. Wir meine dagegen: Kleine Klassen für alle ist wichtiger als der Bildungstourismus für wenige. Hamburg braucht keinen Bildungstourismus, sondern gute Schulen in allen Stadtteilen."

Die Klassenhöchstgrenzen hatten im Februar 2010 die damaligen Oppositionsparteien in der Bürgerschaft (LINKE und SPD) in den Verhandlungen mit dem schwarz-grünen Senat über den Volksentscheid zur Primarschule durchgesetzt. Dazu heißt es im § 87 des Hamburgischen Schulgesetzes: "Schülerinnen und Schüler an Grundschulen haben Anspruch auf Unterricht in Klassen, die nicht größer sind als 23 Schülerinnen und Schüler, an Grundschulen mit einer sozialstrukturell benachteiligten Schülerschaft auf Klassengrößen, die 19 nicht überschreiten."