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14. Juni 2009 Bürgerschaftsfraktion

Bildungsstreik: Recht auf Bildung und Ausbildung einfordern, soziale

Diese Woche beginnt der bundesweite Bildungsstreik. An den Schulen gibt es zu große Klassen und die Verkürzung zur Erlangung der Hochschulreife auf 12 Jahre setzt die Schülerinnen und Schüler unter einen nie da gewesenen Druck.

„Allen Versprechungen zum Trotz wird der Zusammenhang zwischen Schulerfolg und der sozialen Herkunft der Eltern verstärkt. Auch in Hamburg. Ob die geplante Schulreform daran etwas ändert, ist zumindest fraglich“, so Dora Heyenn, Fraktionsvorsitzende der LINKEN.

Aus ihrer Sicht ist der Übergang von der Schule zum Beruf in den letzten Jahren zunehmend ein Problem geworden: „Die Zahl der Jugendlichen in den so genannten Warteschleifen ist beständig gestiegen. In diesem Jahr ist zu erwarten, dass noch mehr Schulabgänger ohne Ausbildungsplatz bleiben. Das ist nicht hinnehmbar. Investitionen in Bildung müssen auch hier ansetzen.“

In der Hochschule hat der Bologna-Prozess für tief greifende Umwälzungen gesorgt. Er sollte die EU zum wettbewerbsfähigsten, wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt machen und entpuppte sich als Schritt zum umfassenden Bildungsabbau. „Das kann man belegen“, erläutert die Politikerin, „vor Einführung des Bachelor-/ Mastersystems brach jede/r fünfte Studierende das Studium ab; heute jede/r Dritte.“

Die jungen Menschen wehren sich dagegen, dass in allen Bereichen ein solidarisches und wissenschaftliches Lernklima nicht mehr möglich ist. Der Konkurrenzdruck beginnt in der Grundschule und endet im Studium. Durch prekäre Arbeitsbedingungen und Wartezeiten für den Eintritt in den Beruf verliert eine ganze Generation ihre Zukunftsperspektive.

„Mit Podiumsdiskussionen in der Universität, Aktionen für Bildung für Alle und einem Tag des zivilen Ungehorsams haben die Initiatoren ein beeindruckendes Programm vorgelegt. DIE LINKE unterstützt den Bildungsstreik, insbesondere die Forderung nach gebührenfreier, demokratischer und unabhängiger Bildung und ruft zur Teilnahme an der Demonstration am 17. Juni auf“, erklärte Dora Heyenn abschließend.