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22. Juli 2015 Dora Heyenn

Bildungspolitik des Senats reduziert sich aufs Abitur und die Gymnasien!

Für den rot-grünen Senat zählen nur die Abiturienten und Gymnasiasten. Knapp eine Woche nach Schuljahresende wurden die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten in Mathematik, Deutsch und Englisch der 10. Klassen in Gymnasien detailliert veröffentlicht. Durchschnittsnoten bis auf eine Kommastellen wurden in Prozentzahlen angegeben und sogar die Ergebnisse für 68 Schulen wurden aufgeführt.

14 Tage vor Ferienbeginn legte Senator Rabe in einer Pressekonferenz die Ergebnisse für die Abiturprüfungen an den Hamburger Schulen vor. Und die Zahlen waren so aufgeschlüsselt, dass die Durchschnittsnoten sogar mit dem Vorjahr verglichen wurden, nach Männlein und Weiblein getrennt erfasst wurden und ebenso nach Gymnasien und Stadtteilschulen. Alle Daten lagen für den Schulabschluss Abitur vor.

Nun beenden aber nur die Hälfte aller Jugendlichen die Schule mit der Hochschulreife. Die Abgeordnete Dora Heyenn hat deshalb nachgefragt, wie es sich mit den Abschlüssen für den Hauptschul- (erster allgemeinbildender Schulabschluss, ESA) und den Realschulabschluss (mittlerer Schulabschluss, MSA) verhält:

"Ich habe nichts anderes nachgefragt, als die Daten, die für die Abiturientinnen und Abiturienten veröffentlicht wurden. Und was antwortet der Senat:  'Die Schulen sind zurzeit aufgefordert, die schriftlichen und mündlichen ESA- und MSA-Ergebnisse an das IfBQ zu melden, wobei erfahrungsgemäß nicht alle Schulen fristgerecht bis zu den Sommerferien ihre Ergebnisse an das IfBQ geliefert haben werden.' 'Da stellt sich doch die Frage, wieso liegen die Daten für das Abitur vor, und zwar hoch differenziert, und für die anderen Schulabschlüsse nicht?"

Und an anderer Stelle antwortet der Senat: "Die Verteilung der Geschlechter wird von der zuständigen Behörde erst mit der Schuljahresstatistik 2015 erfasst".

Die Abgeordnete kommentiert es folgendermaßen: "Dazu muss man wissen, dass diese Statistik früher als Herbststatistik bekannt war, aber im Herbst kommen die Daten schon lange nicht mehr, frühestens am Ende des 1. Quartals. Aber dann interessiert es niemanden mehr, und dann können auch keine Schlussfolgerungen fürs neue Schuljahr getroffen werden. Es ist dann schon fast vorbei."

Die ungleiche Behandlung ist einfach ein Ärgernis, das viele Jugendliche, Eltern, Lehrer und auch die Kammern inzwischen beschäftigt.

"Deutlicher kann nicht dokumentiert werden, dass die Haupt- und Realschüler für den rot-grünen Senat keine Rolle spielen. Das ist eine Fortsetzung der Respektlosigkeit, mit denen diese Schüler und Schülerinnen tagaus und tagein konfrontiert sind. Bereits 40 % der Ausbildungsplätze wird von Abiturienten besetzt. Viele Haupt- und Realschüler fallen durchs Raster, von den Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss gar nicht zu reden. Das kann so nicht weiter gehen", so Dora Heyenn abschließend.  


Bildungspolitik des Senats reduziert sich aufs Abitur und die Gymnasien!

Für den rot-grünen Senat zählen nur die Abiturienten und Gymnasiasten. Knapp eine Woche nach Schuljahresende wurden die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten in Mathematik, Deutsch und Englisch der 10. Klassen in Gymnasien detailliert veröffentlicht. Durchschnitts-noten bis auf eine Kommastellen wurden in Prozentzahlen angegeben und sogar die Ergebnisse für 68 Schulen wurden aufgeführt.

14 Tage vor Ferienbeginn legte Senator Rabe in einer Pressekonferenz die Ergebnisse für die Abiturprüfungen an den Hamburger Schulen vor. Und die Zahlen waren so aufgeschlüsselt, dass die Durchschnittsnoten sogar mit dem Vorjahr verglichen wurden, nach Männlein und Weiblein getrennt erfasst wurden und ebenso nach Gymnasien und Stadtteilschulen. Alle Daten lagen für den Schulabschluss Abitur vor.

Nun beenden aber nur die Hälfte aller Jugendlichen die Schule mit der Hochschulreife. Die Abgeordnete Dora Heyenn hat deshalb nachgefragt, wie es sich mit den Abschlüssen für den Hauptschul- (erster allgemeinbildender Schulabschluss, ESA) und den Realschulabschluss (mittlerer Schulabschluss, MSA) verhält:

"Ich habe nichts anderes nachgefragt, als die Daten, die für die Abiturientinnen und Abiturienten veröffentlicht wurden. Und was antwortet der Senat:  'Die Schulen sind zurzeit aufgefordert, die schriftlichen und mündlichen ESA- und MSA-Ergebnisse an das IfBQ zu melden, wobei erfahrungsgemäß nicht alle Schulen fristgerecht bis zu den Sommerferien ihre Ergebnisse an das IfBQ geliefert haben werden.' 'Da stellt sich doch die Frage, wieso liegen die Daten für das Abitur vor, und zwar hoch differenziert, und für die anderen Schulabschlüsse nicht?"

Und an anderer Stelle antwortet der Senat: "Die Verteilung der Geschlechter wird von der zuständigen Behörde erst mit der Schuljahresstatistik 2015 erfasst".

Die Abgeordnete kommentiert es folgendermaßen: "Dazu muss man wissen, dass diese Statistik früher als Herbststatistik bekannt war, aber im Herbst kommen die Daten schon lange nicht mehr, frühestens am Ende des 1. Quartals. Aber dann interessiert es niemanden mehr, und dann können auch keine Schlussfolgerungen fürs neue Schuljahr getroffen werden. Es ist dann schon fast vorbei."

Die ungleiche Behandlung ist einfach ein Ärgernis, das viele Jugendliche, Eltern, Lehrer und auch die Kammern inzwischen beschäftigt.

"Deutlicher kann nicht dokumentiert werden, dass die Haupt- und Realschüler für den rot-grünen Senat keine Rolle spielen. Das ist eine Fortsetzung der Respektlosigkeit, mit denen diese Schüler und Schülerinnen tagaus und tagein konfrontiert sind. Bereits 40 % der Ausbildungsplätze wird von Abiturienten besetzt. Viele Haupt- und Realschüler fallen durchs Raster, von den Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss gar nicht zu reden. Das kann so nicht weiter gehen", so Dora Heyenn abschließend.