Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
11. August 2008 Bürgerschaftsfraktion

Besuchen Sie die Wassertreppe 51 - solange sie noch steht

Am Moorfleeter Deich in der Billwerder Bucht liegt ein markantes Bauwerk, die Wassertreppe 51. Sie ist die Letzte ihrer Art, sie gilt als einzige vollständig im Original erhaltene Wassertreppe im gesamten Hamburger Hafengebiet. Zusammen mit der anliegenden Werft verwandelt die Wassertreppe den Holzhafen an dieser Stelle in eine ungewöhnliche Idylle. Durch Beschluss der schwarz-grünen Koalition soll die Wassertreppe 51 in wenigen Wochen abgerissen werden.

"Damit wird ein lebendiges Stück Hamburger Hafengeschichte zerstört", erklärt Norbert Hackbusch, hafen- und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.

Es handelt sich bei Wassertreppe 51 um einen um 1912 entstandenen Landungssteg, der Binnenschiffern einen von Eisgang unabhängigen Zugang zum Land ermöglichen sollte. Von den ursprünglich drei historischen Wassertreppen in der Billwerder Bucht ist heute nur noch die Treppe 51 erhalten.

Damit ist es bald vorbei: Der Kulturausschuss hat mit den Stimmen von CDU und GAL der Bürgerschaft die 'Translozierung und bedarfsgerechte Restaurierung der Wassertreppe 51' empfohlen.

"Dieser umstrittene und hochtrabende Begriff soll eine weitere Zerstörung alter Bausubstanz in Hamburg verschleiern. Die Wasserbrücke wird abgerissen, die einzelnen Bogenbrücken werden aufbereitet und dann irgendwann einmal an irgendeinem Platz des Hafens vielleicht wieder verwendet", so Hackbusch weiter.

"Hamburg hat wenig historische Bausubstanz und hat daher die große Aufgabe, besonders pfleglich damit umzugehen, gerade im Hamburger Hafen. Die Wassertreppe 51 ist nicht nur schön und kulturell wertvoll, sondern wird zudem auch häufig als historische Hafenkulisse für die Filmwirtschaft genutzt.

Das Verhalten des Denkmalschutzamtes in dieser Angelegenheit ist äußerst fragwürdig. Wenn ständig und übereilt Kostenargumente herangezogen werden, werden in dieser Stadt kaum noch schützenswerte Denkmale überleben."