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4. Juni 2013 Bürgerschaftsfraktion

Berufsorientierung schafft keine Ausbildungsplätze: Senats-Konzept ist ein „Irrweg“

Dora Heyenn

Zum heute vorgestellten Plan von Schulsenator Ties Rabe für mehr „Berufs- und Studienorientierung in den Klassenstufen 8-10 an Stadtteilschulen“, erklärt Dora Heyenn, die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Der SPD-Senat hat ein Problem. Das Versprechen, dass  alle jungen Erwachsenen in Hamburg die Chance auf das Abitur oder eine klassische Berufsausbildung haben werden, kann nicht eingelöst werden. Die Schulabgängerbefragung hat  gezeigt, dass nur 25 % der Schulabgängerinnen und Schulabgänger aus den Klassen 9 und 10 tatsächlich einen Ausbildungsplatz erhalten haben. Über 60 % sind in Warteschleifen gelandet.“

Weiterhin erklärte Heyenn: „Nun wird das Motto ‚Viel hilft Viel‘ aus der Kiste geholt:  Mehr Berufsorientierung, mehr Verbindlichkeit, mehr Betriebspraktika und mehr Berufsschullehrkräfte. Dafür wird an der Allgemeinbildung gekürzt. Dieser Weg ist ein Irrweg. Er wird scheitern. Die Opfer werden mal wieder die Jugendlichen und ihre Eltern sein.“

Was fehle, seien Ausbildungsplätze: „Berufsorientierung schafft keine Ausbildungsplätze. Nur bei einem ausreichenden Angebot an Ausbildungsplätzen für alle und für alle Schulabschlüsse macht Berufsorientierung auch Sinn.“

Zudem dürfe Berufsorientierung nicht allein an Stadtteilschulen durchgeführt werden. „Es ist nicht einzusehen, warum Schulsenator Rabe es vorerst dabei belassen will. Viele SchülerInnen verlassen die Gymnasien, um anschließend einen Beruf zu erlernen – mit und ohne Abitur. Rabe macht die Stadtteilschulen unattraktiv für viele Eltern und sie schicken ihr Kind lieber gleich aufs Gymnasium. So macht man aus den Stadtteilschulen Berufsausbildungsschulen und schwächt die Oberstufen der zweiten Säule.“