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19. Februar 2014 Fraktion Wandsbek

Berufsförderungswerk Hamburg: Die Stadt muss ihrer Verantwortung gerecht werden

Linksfraktion Wandsbek fordert Unterstützung für entlassene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Alleinige Gesellschafterin der Berufsförderungswerks Hamburg GmbH (BFW) ist die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH). Seit der Gründung des BFW im Jahre 1962 sind über 20.000 Menschen mit Behinderungen erfolgreich für neue Arbeitsplätze – meist auf Facharbeiter_innenniveau – umgeschult worden.

Wegen rückläufiger Teilnehmer_innenzahlen geriet das BFW allerdings selbst Mitte 2012 in die Krise, im November 2013 wurde schließlich ein Insolvenzplan des Berufsförderungswerkes Hamburg (BFW) vor dem Amtsgericht Hamburg durch die Gläubigerversammlung angenommen.

Durch den Sanierungsprozess wurden bzw. werden 111 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (104,2 Vollzeitstellen) abgebaut, davon gehen 88 Beschäftigte in eine Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft.

Wie aus einer Anfrage der Linksfraktion Wandsbek hervorgeht, dürfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BFW die Angebote der FHH, wie zum Beispiel die interne Personalberatung und – vermittlung nicht nutzen. Entlassene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BFW haben kein Bewerbungsrecht auf Stellen des internen Arbeitsmarktes der FHH.

Die Linksfraktion Wandsbek bringt einen Debattenantrag für die Bezirkversammlung Wandsbek am 27.02.2014 ein, in dem sie fordert, dass die Angebote der FHH auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BFW Anwendung finden.

Gerda Azadi, stellv. Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion Wandsbek begründet den Antrag: „ Was mich an dieser so genannten Sanierung besonders ärgert ist, dass der Hamburger Senat den erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BFW die Chance verweigert, sich auf dem internen Arbeitsmarkt der Freien und Hansestadt Hamburg entsprechend ihrer Ausbildung und Qualifikation zu bewerben. Das empört mich - Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Hamburg sieht nach unserer Auffassung anders aus! Hier verlieren viele Menschen ihre wertvolle Arbeit in einem städtischen Unternehmen und der Senat versucht sich aus der Verantwortung zu stehlen. Die Stadt muss für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihrer Tochtergesellschaften die gleiche Verantwortung übernehmen wie für alle anderen Beschäftigten auch. Wir fordern den freien Zugang für alle Mitarbeiter des Berufsförderungswerks Hamburg auf dem internen Hamburger Arbeitsmarkt!

Für Rückfragen: Gerda Azadi, Stellv. Fraktionsvorsitzende
gerda.azadi@linksfraktion-wandsbek.de – Tel. 040-79 69 10 75