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29. August 2013 Bürgerschaftsfraktion

Belegungsstopp für alle Haasenburg-Heime beibehalten!

Die brandenburgische Ministerin für Bildung, Jugend und Sport hat heute den generellen Belegungsstopp für den Standort Neuendorf der Haasenburg GmbH unter Auflagen aufgehoben, der derzeit unbelegte Standort Jessern bleibt geschlossen. Am Standort Müncheberg wird der Belegungsstopp aufrechterhalten. „Ich fordere Sozialsenator Scheele auf, den Hamburger Belegungsstopp für alle Einrichtungen beizubehalten“, erklärt dazu Mehmet Yildiz, Sprecher für Kinder, Jugend und Familie der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Aus meiner Sicht hat sich die Lage nicht geändert und das Kindeswohl muss auch weiterhin in dieser Weise geschützt werden.“ Das verhaltenstherapeutische Konzept der Haasenburg sei nach wie vor falsch, die Einrichtung in Neuendorf dürfe nicht einfach weitermachen, so Yildiz: „Solange die Untersuchungskommission in Brandenburg ihre Arbeit noch nicht beendet hat, muss der Belegungsstopp auch für Neuendorf aufrechterhalten werden.“

Außerdem plant Brandenburg eine Initiative zur Änderung des Jugendhilferechts sowie eine Fachkonferenz zu Alternativen zur Geschlossenen Unterbringung von Kindern und Jugendlichen. „Ich begrüße, dass die Ministerin Alternativen zu dieser Form der Unterbringung initiieren will. Solche Initiativen würde ich mir auch für Hamburg wünschen“, kommentiert Yildiz.

Bela Rogalla, Landessprecher DIE LINKE Hamburg, erklärt dazu: „In dieser Woche sind wieder drei Jugendliche aus dem autoritären Haasenburg-Heim in Neuendorf geflohen. Viele Kinder und Jugendliche berichten seit Jahren über Isolation, Zwang und Gewalt in den Einrichtungen der Haasenburg GmbH in Brandenburg. Es ist skandalös, dass ausgerechnet das Heim in Neuendorf vom Belegungsstopp ausgenommen wurde, in dem Kinder und Jugendliche stundenlang auf Fixierliegen gefesselt wurden. Der Hamburger Sozialsenator Scheele muss jetzt dafür sorgen, dass die fünf Hamburger Kinder und Jugendlichen von alternativen sozialpädagogischen Jugendhilfeeinrichtungen betreut werden.“