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15. Januar 2016 Bürgerschaftsfraktion

Beim Seepferdchen kommt der Senat ins Schwimmen

Mit Verweis darauf, dass im vergangenen Schuljahr 86,8 Prozent der Viertklässerlnnen das „Seepferdchen“ gemacht haben, behauptet Schulsenator Rabe heute in einer Pressemitteilung, dank seiner Politik könnten nun fast alle Hamburger SchülerInnen schwimmen. „Es ist peinlich, dass der Senator die hohe Erreichungsquote des so genannten Seepferdchens als großen Erfolg darstellt“, kritisiert Sabine Boeddinghaus, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Denn Rabe müsste eigentlich wissen, was das Seepferdchen-Abzeichen bedeutet – und was nicht.“ Der Landesverband Hamburg der DLRG führt dazu Folgendes aus: „Das Zeugnis Frühschwimmen-Seepferdchen erfüllt eine wichtige Funktion der Motivation, um zum sicheren Schwimmen hinzuführen. Die Kriterien des Seepferdchens erfüllen jedoch nicht die Anforderungen an ein sicheres Schwimmen!  (Auszug aus der Deutschen Prüfungsordnung, gültig seit 1977/78.) Vom ,sicheren Schwimmen‘ kann erst ab dem Deutschen Jugendschwimmabzeichen in Bronze (Freischwimmer) gesprochen werden.“

„Es gibt also noch viel zu tun um sicherzustellen, dass alle Kinder in Hamburg, einer Stadt am Wasser und mit mehr Brücken als Venedig, sicher schwimmen können“, kritisiert Boeddinghaus. „In diesem Zusammenhang fordern wir erneut die ausnahmslose Teilnahme aller Flüchtlingskinder am Schwimmunterricht von Anfang an. Der Schwimmunterricht als Teil des schulischen Sportangebotes gehört in die Verantwortung der pädagogisch und fachlich qualifizierten SportlehrerInnen!“

Die Entscheidung, zum Schuljahr 2006/07 den Schwimmunterricht in die Hände von Bäderland zu legen und damit aus dem regulären Sportunterricht unter fachlicher und pädagogischer Anleitung der SportlehrerInnen herauszunehmen, bleibe grundfalsch, so die Schulpolitikerin. „Daran ändern auch weder die Verschlimmbesserung etwas, die seit dem Schuljahr 2014/15 gelten und den Schwimmunterricht komplett in die Grundschule vorverlagert haben, noch der leichte Zuwachs beim Betreuungspersonal. Im Kern brauchen alle Kinder ihre ihnen vertraute SportlehrerInnen, gerade wenn sie wasserängstlich sind oder auf Grund anderer Beeinträchtigung eine sichere und stabile Lernumgebung brauchen.“