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16. September 2014 Bürgerschaftsfraktion

Ausbildungsreport 2014: Nur 30 - 40 % der SchulabgängerInnen finden im Anschluss einen Ausbildungsplatz

Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft:

Heute hat Schulsenator Rabe die Ergebnisse des Ausbildungsreport 2014 vorgestellt. Dazu erklärt Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft:

„Seit 2009 stellt die Schulbehörde alle Jahre wieder den Ausbildungsreport vor. Der Ausbildungsreport 2014 ist mittlerweile der sechste dieser Art. Verbessert hat sich dadurch für die Jugendlichen nichts. Schulsenator Rabe selbst hat in der Pressekonferenz zugegeben, dass nur 30 bis 40 % der SchulabgängerInnen direkt nach Schulende einen Ausbildungsplatz finden, wobei selbst diese Zahlen noch geschönt sind.“

Laut Schulabgängerbefragungen haben 2012 nur 25,2 % und 2013 nur 38,7 % der Schulabgängerinnen und -abgänger einen betrieblichen, außerbetrieblichen oder schulischen Ausbildungsplatz gefunden (siehe Ausbildungsreport 2014, S. 29). Bei der „guten“ Zahl von 38,7 % 2013 handelt es sich um einen Sondereffekt, weil es ab dem Jahr keine SchulabgängerInnen mehr aus Klasse 9 gab. Die Schulabgängerbefragung 2014, deren Zahlen eigentlich vorliegen müssten, werden aller Wahrscheinlichkeit wieder Zahlen wie 2012 erbringen.

„Seit Jahren werden die Jugendlichen in Hamburg auf eine bessere Zukunft vertröstet. Die vom SPD-Senat versprochenen Maßnahmen Jugendberufsagentur, Berufsorientierung und Ausbildungsvorbereitung haben keine Verbesserung gebracht. Der Ausbildungsmarkt hat versagt. Nur staatliche Ausbildungsplätze und eine landesbezogene Ausbildungsumlage können die Ausbildungsprobleme lösen“, so Dora Heyenn weiter.

Schon die Überschrift der Presseerklärung der Schulbehörde „Zuwächse bei Pflege- und Erziehungsberufen. Rückgänge in der dualen Ausbildung“ zeigt auf, dass es der Markt für Hamburgs Jugendliche nicht richtet: Denn die Ausbildung in den Erziehungsberufen ist durchweg staatlich und für die Pflegeberufe hat die Bürgerschaft im letzten Jahr eine landesbezogene Ausbildungsumlage beschlossen (siehe Drs. 20/6734). Die duale Ausbildung ist hingegen marktgesteuert.