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8. Juli 2011 Bürgerschaftsfraktion

Auch an der HAW Probleme mit der IT

pixelio

Studenten, Lehrende und Mitarbeiter der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) warten seit über einem halben Jahr auf die Einführung der Campus-Management-Software „CampusNet“ und damit auf die Umsetzung des ELViS-Projektes. Die gestufte Einführung des Hochschulinformationssystem ELViS (Elektronische Verwaltung im Studium) war ab dem 1. Dezember 2010 vorgesehen und sollte die Serviceleistungen rund um Studium und Lehre verbessern. Es sollte das komplette "life cycle" des Studierenden von Immatrikulation bis zur Abschlussprüfung und alle Veranstaltungsanmeldungen und Prüfungsleistungen abbilden.

Aus der Antwort des Senats auf die Schriftliche Kleine Anfrage 20/805 der hochschulpolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Dora Heyenn geht nun hervor, dass die Entscheidung, das Projekt ELViS pausieren zu lassen, „sowohl durch organisatorische Gründe (vor allem bei der Modellierung und Qualitätssicherung von Studien- und Prüfungsordnungen), als auch durch die Nichterfüllung technischer Anforderungen verursacht“ ist.

Dazu erklärt Dora Heyenn, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE: „Das Hochschulinformationssystem „ELViS“ wurde offenkundig mit heißer Nadel genäht. Statt auf die Integration von existierenden und bereits funktionierenden Lösungen zu setzen, wurden nicht realistische Anforderungen an der Campus Management-Software gestellt. Deshalb gab es von Anfang an massive Probleme bei der Umsetzung.“

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) hat bisher über 4,5 Millionen € aus Studiengebühren für das IT-Projekt „ELViS“ bezahlt. Abrücken will die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) von ihrer elektronischen Verwaltung im Studium trotz der Probleme nicht.

Das geht aus der Antwort des Senats auf die Schriftliche Kleine Anfrage 20/805 der LINKEN hervor.
„Man kann allerdings nicht umhin, festzustellen, dass mit den Geldern der Studierenden nicht sorgsam genug umgegangen wurde. Eine Verbesserung von Studium und Lehre wurde mit diesen 4,5 Mill. € bisher jedenfalls nicht erreicht. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) sollte ihre IT-Dienste und ihre Outsourcing-Strategien gründlich überdenken und dafür Sorge tragen, dass mit Partnern zusammenarbeitet wird, die tatsächlich dazu in der Lage sind, Projekte im Rahmen des vorgegebenen Zeit-, Kosten- und Leistungsplans zu bewältigen“, so Dora Heyenn abschließend.