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3. Juli 2013 Bürgerschaftsfraktion, Kersten Artus

Asklepios macht Millionen, schließt Station und entlässt Azubis

Kersten Artus

Trotz eines Reingewinns von 60 Millionen Euro will der Klinikkonzern Asklepios die Station 13 A in Altona schließen und knapp ein Dutzend Auszubildende nicht übernehmen. Am Donnerstag und Freitag wird es deshalb Mahnwachen vor dem Asklepios Klinikum Altona geben. „Während die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs auf ihrem Gipfeltreffen über die massive Jugendarbeitslosigkeit in der EU reden, weigert sich der international agierende Konzern Asklepios in Hamburg, elf Auszubildende zu übernehmen“, kritisiert Kersten Artus, wirtschafts- und gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Dabei fehlen im AK Altona bereits jetzt über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Allein 2012 mussten mehr als 41.000 Überstunden geleistet werden. Das entspricht 21 Vollzeitstellen!“

Artus weist darauf hin, dass Asklepios offenbar selbst den Fachkräftemangel erkennt: „Während der Konzern die elf bereits ausgebildeten Fachkräfte auf die Straße setzt, stellt er wieder junge Menschen zur Ausbildung an, die für wenig Geld und befristet arbeiten. Das ist wirklich fragwürdig, denn Asklepios hat ohne Zweifel die Möglichkeit und die Mittel, auszubildenden und dann auch zu übernehmen.“ Diese Form der Arbeitsmarktpolitik werde auch auf dem Rücken der Patientinnen und Patienten ausgetragen, die bei Asklepios offensichtlich „nur noch als Geldeinnahmequelle gesehen werden, anstatt pflegerisch optimal versorgt zu werden“, so Artus. Sie fordert Asklepios auf, alle Auszubildenden zu übernehmen und keine Stationen zu schließen.