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11. Mai 2015 Fraktion Wandsbek

Arbeitsbelastung im Bezirksamt Wandsbek weiterhin hoch

Mitarbeiter im Sozial- und im Baudezernat klagen über Leistungsdruck
Die Arbeitsbelastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bezirksamt Wandsbek ist weiterhin hoch. Das ergibt die Auswertung einer weiteren Kleinen Anfrage der Linksfraktion Wandsbek. Im Jahr 2014 wurden im Bezirksamt Wandsbek erneut 29 Überlastungsanzeigen eingereicht und im 1.Quartal 2015 weitere 9. Die Überlastungsanzeigen wurden ausschließlich im Dezernat 3 „Soziales, Jugend, Gesundheit“ und im Dezernat 4 „Wirtschaft, Bauen, Umwelt“ angezeigt. Erschwerend kommt hinzu, dass zahlreiche Überlastungsanzeigen aus früheren Jahren fortbestehen und im Fachamt Jugend-und Familienhilfe die Anzeigen überwiegend kollektiv, d.h. von Teams oder Arbeitsgruppen eingereicht wurden.

Überlastungsanzeigen sind im Öffentlichen Dienst eine Möglichkeit, dem Arbeitgeber oder Dienstherrn anzuzeigen, wenn durch hohe Arbeitsbelastung Probleme in der Aufgabenwahrnehmung drohen. Die Beschäftigten sind sogar verpflichtet, ihren Vorgesetzten zu unterrichten, wenn größere Arbeitsrückstände entstehen. Wie aus der KA hervorgeht, reagiert das Bezirksamt im Fachamt Jugend- und Familienhilfe mit einer befristeten Einstellung oder Umsetzung von Mitarbeitern und einer sogenannten Aufgabenpriorisierung, d.h. einer verkürzten Dokumentation oder einer Verlängerung der Überprüfungszeiträume bei der Hilfeplanung.
Das Fachamt Gesundheit reagiert auf steigende Fallzahlen und komplexere Problemlagen mit Standardabsenkung und einer „Priorisierung der Tätigkeiten“.


Im Fachamt Wirtschaftsförderung und Bauprüfung (WBZ) wurden 2014 und im 1.Quartal 2015 insgesamt 19 Überlastungsanzeigen eingereicht. Als Reaktion kündigt das Bezirksamt eine Umverteilung und Aufgabenverlagerung innerhalb des Fachamtes an. Julian Georg, Fraktionsvorsitzender: „Eine Umverteilung oder Priorisierung der Tätigkeiten führt zu Einschränkungen in anderen Bereichen. Das kann keine Lösung sein. Die Bürgerinnen und Bürger in Wandsbek erwarten eine sachgerechte, öffentliche Dienstleistung vor Ort und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ein Anrecht auf eine personell ausreichende Stellenausstattung. Wir fordern den Senat und Bezirksamt auf, für eine ausreichende Stellenausstattung in der öffentlichen Verwaltung zu sorgen.“


Zum 31.03.2015 gab es im Bezirksamt Wandsbek einen Stellenbestand von 1.352 Stellen.