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18. April 2013 Bürgerschaftsfraktion

Arbeiten in der Altenpflege muss attraktiver werden

Kersten Artus

Nach Angaben des Senats blieben 2012 rund 1500 Stellen in der Alten- und Krankenpflege unbesetzt. Die Hamburgische Pflegegesellschaft und die Gesundheitssenatorin wollen nun eine ausgewogene Verteilung der Ausbildungskosten für AltenpflegerInnen erreichen. „Das ist zwar begrüßenswert, kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die zu lösenden Probleme in der Altenpflege komplexer sind“, erklärt Kersten Artus, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Auch wenn die Freie und Hansestadt jetzt bei Umschulungen das dritte Ausbildungsjahr finanzierten will, um die Absolventenquote zu erhöhen: Die Senatorin hat nicht gesagt was sie tun will, um in der Altenpflege Beruf und Familie besser vereinbar zu machen. Gerade hier liegt aber ein großes Problem dieses anspruchsvollen Berufs.“

Die Berufsverweildauer junger Pflegekräfte beträgt im Durchschnitt nur fünf Jahre. Die Vergütung ist gering, die psychischen und physischen Anforderungen dagegen sind sehr hoch. Artus fordert deshalb eine adäquate Entlohnung für AltenpflegerInnen sowie ein Konzept zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Pflegebranche. „Nur so kann tatsächlich ein attraktiveres Berufsbild geschaffen werden und der Pflegebedarf in den nächsten Jahren gedeckt werden.“