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14. September 2016 Bürgerschaftsfraktion

Arauco-Brand: Hamburg entging knapp einer Katastrophe

Der Senat ist der Ansicht, der Brand auf der CCNI Arauco im Hamburger Hafen sei „professionell, zielgerichtet und sicher bewältigt“ worden, größere Probleme erkennt er nicht. Dies erklärt er in seiner Antwort auf eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft (Drs. 21/5818). „Der Senat antwortet unzureichend, das sind wir leider gewohnt. Aber bei einem solchen Bedrohungsszenario, wie Hamburg es am 1. September erlebt hat, ist das noch weniger akzeptabel“, erklärt dazu Norbert Hackbusch, hafenpolitischer Sprecher der Fraktion. „Es ist einfach nicht nachvollziehbar, warum der Grund der Schweißarbeiten, die den Brand auslösten, noch immer nicht bekannt sein soll. Ein Skandal ist, dass die Ausnahmezulassung einer der dafür eingesetzten Firmen abgelaufen war.“

Auch der vom Senat geschilderte Ablauf der Löscharbeiten wirft weitere Fragen auf. So begannen die Arbeiten am 1. September um 14.00 Uhr mit der Flutung des Laderaums mit CO2  – erfolglos. Danach wurden über mehrere Stunden fünf Millionen Liter Wasser in das Schiff gepumpt – ebenfalls erfolglos. „Erst nach vollen 28 Stunden wurden die Werkfeuerwehren von Airbus und Holborn angefragt. Diese lieferten dann ausreichenden Schaum, um das Feuer zu ersticken. Da hätte aber auch früher gefragt werden können“, kritisiert Hackbusch. Seine Einschätzung deckt sich mit der der  Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung, wonach es „über einen Zeitraum von Stunden keine wirksamen Abwehrmaßnahmen im betroffenen Deck gab. Das Feuer konnte sich somit ungehindert ausbreiten.“ 

Dateien:
21_5818.pdf104 K