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9. Mai 2011 Bürgerschaftsfraktion

Altersdiskriminierung bei der Hanseatischen Krankenkasse

Foto: Gerd Altmann/pixelio

Fraktion DIE LINKE fordert: Sofortige und unproblematische Sicherstellung des Krankenkassenwechsel für City-BKK-Versicherte

Für die fast 140.000 Versicherten war es letzte Woche sicher ein Schock zu erfahren, dass ihre Krankenkasse, die City-BKK, geschlossen wird. Nun mehren sich die Anzeichen, dass Alten und besonders Kranken der Wechsel zur Hanseatischen Krankenkasse (HEK) gezielt erschwert wird und in der telefonischen Beratung gezielt abgeschreckt werden.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE, Kersten Artus: "Das ist Altersdiskriminierung - eine Folge eines Wettbewerbs im Gesundheitswesen, der nicht nur das System der gesetzlichen Krankenkasse ruiniert, sondern den Versicherten in Geiselhaft für eine völlig verfehlte Gesundheitspolitik der Bundesregierung nimmt". Artus fordert die gesetzlichen Krankenkassen auf, ohne wenn und aber alle Versicherten der insolventen City BBK aufzunehmen, wozu die Krankenkassen auch gesetzlich verpflichtet sind.

"Im Alter und bei schwerer Krankheit zu erleben, wie die eigene Krankenkasse pleite macht und geschlossen wird, bedeutet einen enormen psychischen Stress und Ängste", sagt Artus. "Sich in einer solchen Situation alleine an eine andere Krankenkasse zu wenden ist für die Betroffenen schwer genug. Dann abgewiesen zu werden, ist unmenschlich."

Das Problem gründet in der immer stärkeren Privatisierung und Kapitalisierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Die City BKK hatte einen großen Anteil Versicherter mit weit überdurchschnittlichen Leistungsausgaben. Diese Versicherten aufzunehmen ist für die Krankenkassen wirtschaftlich nicht attraktiv.

"Die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe, die nicht immer weiter Profitinteressen unterworfen werden darf. Den jetzt Betroffenen muss umgehend beim Kassenwechsel geholfen werden", fordert Artus.