Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
18. August 2010 Bürgerschaftsfraktion

"Als Hamburg in die Gänge kam"

Die Fraktion DIE LINKE legt zum Jahrestag der Besetzung eine aufwendig gestaltete Informationsbroschüre zum Gängeviertel vor.

Norbert Hackbusch (kulturpolitischer Sprecher) und Christoph Twickel (Journalist, Autor und Radiomoderator, Mitinitiator "Not In Our Name") sind die Autoren des reich bebilderten, sechzigseitigen Bandes. Neben umfassenden Informationen zu den Ereignissen rund um das historische Quartier, vermitteln zahlreiche Bilder, Fotos und eine Chronik ein eindrucksvolles und authentisches Bild des Gängeviertels.

Am kommenden Wochenende feiert die Initiative "Komm in die Gänge" einjährigen Geburtstag. "Vor einem Jahr hätte niemand damit gerechnet, dass eine Besetzung und dauerhafte Bespielung dieses Geländes erfolgreich sein könnte. Mit dieser Broschüre wollen wir diesen einzigartigen Weg nachzeichnen", erklärt Norbert Hackbusch zur Veröffentlichung.
Die Besetzung des Gängeviertels durch die Initiative "Komm in die Gänge" wurde zum erfolgreichsten Beispiel der Bewegung "Recht auf Stadt" und sorgte bundesweit für Furore. Mit einem Schlag setzte sie Themen wie Stadtentwicklung und Gentrifizierung, die Übermacht der Immobilienwirtschaft und Spekulanten sowie den Umgang mit dem historischen Erbe der Stadt auf die öffentliche Agenda.

"Das Gängeviertel zeigt, welche Kraft Kreativität und gemeinsames Handeln haben kann. Schon jetzt sind diese neuen Schätze der Kreativität für Hamburg beachtlich", so Hackbusch weiter. Ohne die Arbeit, Ausdauer und Kreativität der Initiative würde heute auf dem Gelände vermutlich ein weiterer gesichtloser Gebäudekomplex entstehen, wie sie das Bild der sozial und architektonisch verödeten Hamburger Innenstadt prägen. Die ohnehin knappe historische Bausubstanz wäre noch weiter zerstört worden. Mit tausenden von unbezahlten Arbeitsstunden haben die Besetzerinnen und Besetzer die Gebäude erhalten, geschützt und gepflegt. Durch die Bespielung der Häuser wurde das Quartier für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, mit neuem Leben gefüllt und das Thema "Denk-Mal" mit neuer Kraft beseelt.

Die Fraktion DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass das Gängeviertel auch in Zukunft ein von der Initiative selbstorganisiertes Projekt bleibt.

"Das Gängeviertel macht Hoffnung in Zeiten großer gesellschaftlicher Resignation. Es setzt Zeichen, wie in dieser Stadt besser, schöner und verantwortlicher gelebt werden kann. Aus diesen Gründen haben wir uns entschlossen mit der Broschüre "Als Hamburg in die Gänge kam" die Entwicklungen im Gängeviertel als Beispiel für eine positive Stadtentwicklung herauszustellen", betont Norbert Hackbusch abschließend.