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6. Oktober 2011 Bürgerschaftsfraktion

Airbus: Solidarität mit der Belegschaft, Drohungen des Managements sind inakzeptabel

http://www.igmetall-kueste.de: Auftakt der Tarifverhandlungen: Delegationen von den vier Standorten begrüßten die Arbeitgeber.

Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft verfolgt wie viele HamburgerInnen die Auseinandersetzungen bei Airbus zwischen Betriebsrat/IG Metall und dem Management. Die Verhandlungen um einen Zukunftstarifvertrag sind für Hamburg von großer Bedeutung. Es geht um die Sicherung des Standorts sowie für über 12.000 Menschen um sichere Beschäftigung und Einkommen bis 2020. Außerdem sollen Leiharbeit und die Vergabe von Arbeit an Dritte reguliert werden. Umso befremdender ist nun die Drohung des Managements, die Produktion verlagern zu wollen. Zu Recht ruft die IG Metall für den 7. Oktober zu Warnstreiks auf.

Hierzu erklärt Kersten Artus, gewerkschaftspolitische Sprecherin: "Tarifverhandlungen können nur auf Augenhöhe geführt werden. Wenn das Management nun mit Produktionsverlagerung droht, ist das eine Machtdemonstration, die nicht vom Willen der Einigung geprägt ist. Dass das Unternehmen lediglich eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2012 vereinbaren will, kann nicht ernst gemeint sein, wenn man einen tragfähigen Abschluss will. Die Belegschaft zeigt seit Monaten, dass sie bereit ist, freiwillig Überstunden zu leisten, damit die Montage der der Airbus-Jets termingerecht erfolgt. Dass das Unternehmen mit dauerhaften Überstunden seine Planungen kalkuliert, ist kein seriöser und verantwortungsvoller Umgang mit den Beschäftigten. Außerdem muss es endlich eine Übernahme der Leiharbeitenden geben. Wenn der Betriebsrat berichtet, dass über die Hälfte aller Leiharbeitenden bereits länger als zwei Jahre bei Airbus arbeitet, dann ist das Missbrauch. Diese Kollegen gehören fest angestellt!"

Artus appelliert an das Unternehmen, dem Gesamtbetriebsrat und der IG Metall einen vernünftigen Vorschlag für den Zukunftstarifvertrag zu unterbreiten: "Wir hoffen, dass die Vernunft zurückkehrt. Wenn dies nur über Warnstreiks passieren kann, dann wünschen wir der Belegschaft viel Erfolg und eine gute Beteiligung!"