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10. Dezember 2011 Sabine Wils

Absichtserklärungen, aber keine realen Ergebnisse der COP17 in Durban

Nach einer langen Verhandlungsnacht in Durban soll es nun doch eine Chance für die Verlängerung des Kyoto-Protokolls bis zum 31.12.2017 geben. Demnach sollen die Industriestaaten in Annex 1 des Kyoto-Protokolls ihre bisherigen Reduktionsziele erfüllen. Für die EU würde das weiterhin 20 bis 30% Reduktionen bis 2020 bezogen auf 1990 bedeuten. Allerdings ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar, ob es zu einer verbindlichen Vereinbarung kommen wird.

Sollte es zu einer verbindlichen Vereinbarung kommen, sind die Schlupflöcher schon vorprogrammiert. Es soll die Möglichkeit geben, nach noch zu bestimmenden Regeln vorhandene Emissionszertifikate in die nächste Periode des Kyoto-Protokolls zu übernehmen.

Waldaufforstung soll gegen industrielle Emissionen im jeweiligen Land gegengerechnet werden können. Da es sich hier nur um nationale, in die Zukunft projizierte Emissionsminderungen handelt, kann der einzelne Staat hier unkontrolliert rechnen.

Der Clean Development Mechanismus (CDM) kann unabhängig vom Kyoto-Protokoll fortgeführt werden. Mit diesem kann sich die Industrie in der EU von ihren heimischen Reduktionsverpflichtungen freikaufen, wenn sie in Projekte in Entwicklungsländern investiert.

Die Einbeziehung von CCS in den CDM könnte die Schlupflöcher noch vergrößern.