Zurück zur Startseite
Autor/inn/en:

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
21. März 2011 Pressestelle

Abschalten – DIE LINKE Hamburg ruft zu Anti-Atom-Protesten auf

Das Zeitalter der Kernkraft ist endgültig vorbei. Was von der Atomlobby  jahrelang als angeblich sichere und saubere „Brückentechnologie“ beworben wurde,  birgt unkalkulierbare Risiken für Mensch und Umwelt - das haben  die dramatischen Ereignisse rund um die Reaktorkatastrophe in Japan  deutlich gemacht. DIE LINKE Hamburg fordert die sofortige  Stilllegung aller Atommeiler in Deutschland. Gemeinsam mit Umweltinitiativen, NGOs,  und Gewerkschaften ruft der Landesverband zu zahlreichen Protesten in den kommenden Wochen auf.

„Wir werden nun alle Kräfte bündeln und gemeinsam ein starkes Zeichen für  den schnellen Atomausstieg setzen – das von der Bundesregierung  angekündigte Moratorium ist ein Ablenkungsmanöver. Es reicht  nicht, sieben Kraftwerke drei Monate lang vom Netz zu nehmen. Damit  rettet sich Angela Merkel vielleicht über die kommenden Landtagswahlen,  doch eine echte Wende in der Energiepolitik sieht anders aus“, erklärt Sophie Friese, Mitglied des Landesvorstands DIE LINKE.  Tausende Bürgerinnen und Bürger waren in den vergangenen Wochen bereits  auf der Straße und forderten „Abschalten! - und es geht weiter: Jeden  Montag um 18 Uhr werden vor dem Kundenzentrum des Energiekonzerns  Vattenfall in der Spitaler Straße Mahnwachen abgehalten, um der Opfer in  Japan zu gedenken. Am Samstag, den 26. März, findet in Hamburg eine Großdemonstration für den Atomausstieg statt. DIE LINKE wird dort mit einem eigenen  Lastwagen vertreten sein. Beginn ist um 12 Uhr am Bahnhof Dammtor, ab 14 Uhr ist eine  Abschlusskundgebung auf dem Rathausmarkt geplant. Für  Samstag, den 9. April, ist ein weiterer dezentraler Aktionstag geplant.  Am Ostermontag, den 25. April, anlässlich des 25. Jahrestages der  Tschernobyl-Katastrophe, werden kreative Protestaktionen an 13  Atomkraftwerken und Atommüll-Standorten stattfinden. Es werden  Anreisemöglichkeiten mit dem Bus geschaffen.

Neben der massiven Mobilisierung für die großen Protestaktionen wird der  Verband auch dezentrale Informationsveranstaltungen in den  Bezirken organisieren.  Sophie Friese dazu: „Die parteiinterne Sensibilisierung und gezielte  Aktivierung unserer Mitglieder ist wichtig, um die Anti-Atom-Bewegung zu  unterstützen und die Proteste noch zu verschärfen“.

Im Juni heißt es außerdem Unterschriften sammeln für das Volksbegehren  „Unser Hamburg Unser Netz“, welches die Übernahme der Hamburger  Energienetze in die Öffentliche Hand fordert.