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11. August 2009 Vasco Schultz, Bezirk Wandsbek

Ablehnung der Drogenhilfe in Wandsbek

Skandalöse Entscheidung mit populistischen Argumenten

Am 27. Juli 2009 hat das Bezirksamt Wandsbek den Vorbescheid für einen Bauantrag des Trägers Jugendhilfe e.V. auch auf Druck der Wandsbeker CDU abgelehnt. Der Träger möchte eine Einrichtung für die Behandlung und Wiedereingliederung ehemaliger Drogenabhängiger in dem Gebäude des ehemaligen Polizeikrankenhauses und Polizeikommissariats in der Witthöfftstraße / Schädlerstraße in Wandsbek einrichten.

Vasco Schultz, Bezirksabgeordneter und Direktkandidat der LINKEN im Wahlkreis 23 (Wandsbek) dazu: „Die Verwaltung stützt ihre Argumentation auf Argumente, die populistisch oder schlicht falsch sind.“

Mit seinem Hauptargument behauptet das Bezirksamt Wandsbek, von der Einrichtung gehe eine Gefährdung der umliegenden Schulen aus. Eine nachvollziehbare Begründung liefert das Bezirksamt nicht. Stattdessen werden alle erdenklichen kleinbürgerlichen Vorurteile aufgefahren. Dabei geht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Einschätzung der Polizei keinerlei Gefährdung von vergleichbaren Einrichtungen aus.

„Hier werden kranke Menschen als minderwertig abqualifiziert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Wieso eine Einrichtung gegen Drogen Drogenabhängige anziehen soll, wird wohl das Geheimnis des Bezirksamts bleiben. Das Polizeikommissariat hat ja auch nicht für mehr sondern eher für weniger Verbrechen gesorgt.“, so Vasco Schultz weiter.

Aufgeklärter gibt sich die CDU geführte Sozialbehörde. Diese antwortet auf eine kleine Anfrage der LINKEN Bürgerschafts- Abgeordneten Kersten Artus, dass sie die Ansiedlung weiterhin unterstützt.

„Sozialsenator Wersich muss endlich den provinziellen Amoklauf der Wandsbeker CDU stoppen, bevor der Schaden für die Allgemeinheit zu groß wird.“, so Vasco Schultz abschließend.