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25. Juli 2013 Bürgerschaftsfraktion

Abendblatt-Verkauf: Perfide Politik des Springer-Verlags

Springer-Verlagshaus Hamburg / KMJ on de.wikipedia

Abendblatt-Verkauf: Perfide Politik des Springer-Verlags

Der Axel Springer Verlag verkauft seine beiden verbliebenen Regionalzeitungen Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost sowie seine Programm- und Frauenzeitschriften an die Funke Mediengruppe aus Essen (ehemals WAZ). Die Übernahmen stehen noch unter Vorbehalt des Kartellamtes, der Kaufpreis liegt Medienberichten zufolge bei 920 Millionen Euro. „Dies ist der wohl größte Deal im deutschen Printmediensektor und bei allen Fragezeichen ein Beleg dafür, dass Print lebt“, kommentiert Kersten Artus, medienpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft.

„Für die Beschäftigten in den Redaktionen bedeutet das eine große Verunsicherung. Sie machen sich nicht ohne Grund Sorgen um ihre Arbeitsplätze, wenn der Funke-Konzern die Titel in seine Unternehmensstruktur integriert. Denn diese Mediengruppe ist berüchtigt für enormen Arbeitsdruck und harte Einsparungen zulasten des Qualitätsjournalismus‘.“ Die Politik von Springer-Chef Döpfner, erst Welt und Abendblatt zusammenzulegen und dann das Herzstück der Redaktion zu verkaufen, sei besonders perfide.

Hamburg bleibe auch nach der Übernahme der bedeutendste Medienstandort in der Bundesrepublik, so Artus. „Für uns sind vor allem dabei die Arbeitsplätze in der Hamburger Medienwirtschaft von Bedeutung“, erklärt sie. „Dieser Deal wird natürlich Folgen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Redaktionen und natürlich auch in den Verwaltungsbereichen, bei Anzeigen und Vertrieb haben. Die Fraktion DIE LINKE wird zur Verteidigung und Sicherung ihrer Arbeitsplätze an ihrer Seite stehen.“