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19. Dezember 2013 Bürgerschaftsfraktion

100.000 günstige Wohnungen weniger in nur vier Jahren

Plakat der LINKEN zur Bürgerschaftswahl 2011

In den letzten vier Jahren hat sich die Anzahl der günstigen Wohnungen in Hamburg mit maximal sechs Euro pro Quadratmeter fast halbiert. Gab es 2009 noch 233.946 entsprechende Wohnungen, waren es 2013 nur noch 131.706. Das ergibt eine Schriftliche Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. Nur noch jede vierte Wohnung (24,3 Prozent) ist damit für die laut Förderrichtlinien der Hamburgischen Investitions- und Förderbank höchstzulässige anfängliche Nettokaltmiete bei Sozialwohnungen im ersten Förderweg zu haben. Rund die Hälfte aller Hamburgerinnen und Hamburger hat aber Anspruch auf eine geförderte Wohnung. „Der Senat will uns immer weismachen, er würde die Wohnungsnot angemessen bekämpfen“, erklärt dazu Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Doch der Verlust von über 100.000 Wohneinheiten, die in den vergangenen vier Jahren über die magische Sechs-Euro-Marke gerutscht sind, zeigt ganz deutlich, dass in Hamburg in Wahrheit ein dramatischer Mangel an erschwinglichen Wohnungen herrscht, der sich immer weiter verschärft.“

Der vom Senats geplante Neubau von bestenfalls 2000 öffentlich geförderten Wohnungen im Jahr, darunter ein wachsender Anteil von Wohnungen im zweiten Förderweg mit einer Nettokaltmiete von anfangs acht Euro pro Quadratmeter, reiche „hinten und vorne nicht“, so Sudmann: „Eine wachsende Zahl von Menschen hat keine Möglichkeit mehr, den günstigen Wohnraum zu bekommen, auf den sie angewiesen ist. Der Senat sieht das aber anscheinend nicht als drängendes Problem an.“

Die aktuelle Schriftliche Kleine Anfrage (Drs. 20/10246) für den Zeitraum 2011-2013 und ergänzend die Große Anfrage (Drs. 20/4998) für den Zeitraum 2009-2011 finden Sie im Anhang dieser Mitteilung.

Dateien:
20_4998.pdf708 K
20_10246.pdf83 K