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19. Juni 2014 Bürgerschaftsfraktion

1000 Unterschriften für faire Arbeitsbedingungen an den Theatern – Schluss mit Tarifflucht und prekärer Beschäftigung

Mit der Übergabe von 1000 Unterschriften an den Senat haben die Beschäftigten der Hamburger Staatstheater heute klargemacht: So wie bisher kann es mit den Arbeitsbedingungen an den städtischen Bühnen nicht weitergehen. Die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft begrüßt den Protest - der vollständige Tarifkostenausgleich durch die öffentliche Hand bei sämtlichen Kultureinrichtungen der Stadt gehört zu den Kernforderungen der Linksfraktion. „Tarifsteigerungen sind die Grundlage für anständige Löhne. Mit dem gedeckelten Tarifkostenausgleich zwischen 0 und 1,5 Prozent treibt der Senat die öffentlichen Kulturinstitutionen strukturell in die Tarifflucht“, sagt Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft

Aus Sicht der Linksfraktion besteht die spezifische Problematik der Theater darin, dass Tarifsteigerungen in der Regel nur durch Mittel aus dem künstlerischen Etat ausgeglichen werden können. „Wir wissen doch alle, dass auch an den flexiblen künstlerischen Mitteln Gagen und Lohnkosten hängen. Entweder werden Ensembles reduziert oder die Lohnkosten werden mehr und mehr durch prekäre Arbeitsverhältnisse gedrückt“, so Norbert Hackbusch weiter. Auskunft über geringfügig Beschäftigte in der Staatsoper gibt beispielsweise eine aktuelle kleine Anfrage der Linksfraktion: „Wie sichert der Senat bei der Hamburgischen Staatsoper den Landesmindestlohn und die Existenzsicherung prekär beschäftigter Menschen?“ (Drs.: 20/11921).

„Auf den Budgets der Staatstheater lastet ein enormer Druck. Dabei sind sie als Repertoiretheater mit ihren gesellschaftlichen und künstlerischen Impulsen so enorm wichtig für die Stadt. Vernünftige Kunstproduktion leisten können die Häuser aber nur, wenn sowohl ihre Festangestellten als auch die künstlerischen Mitarbeiter unter fairen und geregelten sozialen Bedingungen arbeiten können. Wir sagen es immer wieder: An einer Erhöhung des Kulturetats führt auch aus unserer Sicht kein Weg vorbei.“