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27. Juni 2015 Landesparteitag

Solidarität mit den Forderungen von ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen, für eine Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe! Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit!

Seit Wochen streiken Erzieherinnen und Erzieher im ganzen Land. Die Verhandlungen blieben ergebnislos. Eine Lösung gibt es noch nicht. Ver.di und der kommunale Arbeitgeberverband rufen nun die Schlichtung an. Danach entscheidet sich ob der Kampf weitergeht. DIE LINKE ist solidarisch mit den Erzieherinnen und Erziehern und ihren Forderungen!

Bei diesem Tarifkampf geht es nicht nur um mehr Geld für gute Arbeit, es geht um die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe generell. Eine höhere Eingruppierung und mehr gesellschaftliche Anerkennung sind längst überfällig. Beschäftigte im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, der Familienhilfe, der frühkindlichen Bildung und Betreuung und in anderen sozialen Berufen arbeiten unter schwierigen Bedingungen bei viel zu niedrigen Einkommen. Und das, obwohl die körperliche, psychische und seelische Belastung in diesen Berufen sehr hoch ist. Der Anteil befristeter Arbeitsverträge und ungewollter Teilzeit steigt. Die Kita-Beschäftigten haben zu Recht die Nase voll!

Der Großteil der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsberufen sind Frauen. Mit der Aufwertung der Sozial-und Erziehungsberufe geht es um eine Aufwertung von traditionellen "Frauenberufen", die unter patriarchalen Verhältnissen abgewertet und schlecht bezahlt werden. Deutlich schlechter als traditionelle "Männerberufe", die besser anerkannt, höher eingruppiert und besser bezahlt werden. Deswegen geht es bei diesem Tarifkampf auch um die Forderung nach gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit für Frauen und Männer. Dieser Arbeitskampf ist auch ein feministischer Kampf.

Die Interessen der Beschäftigten sind auch die Interessen von Kindern, Jugendlichen, Eltern und allen anderen, die auf ihre Arbeit angewiesen sind. Wir alle brauchen gute und verlässliche soziale Dienste! Der chronische Personalmangel, prekäre Arbeitsverhältnisse, unsichere Teilzeitstellen und geringes Einkommen sind keine guten Bedingungen für diese wertvolle und gesellschaftlich notwendige Arbeit. Und es ist endlich an der Zeit, nicht nur über die Bedeutung frühkindlicher Bildung zu reden, sondern sie endlich auch angemessen zu bezahlen!

DIE LINKE. Hamburg unterstützt die Forderung der ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen gegenüber dem kommunalen Arbeitgeberverband und fordert gleichzeitig die Bundesregierung auf, die Kommunen finanziell besser auszustatten und damit in die Lage zu versetzen, die Tariferhöhungen zahlen zu können.
DIE LINKE. Hamburg unterstützt die Demonstration und Kundgebung des Kita-Netzwerkes Hamburg "STOPPT die Personalnot in Hamburger Kitas!" am 2. Juli 2015 und ruft zur Teilnahme auf.

Wir fordern: Gute Arbeit, gute Löhne, gute Betreuung und gute Bildung für alle! Aufwertung traditioneller "Frauenberufe" und gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit! Das muss drin sein!