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20. November 2010 Landesparteitag, PT 2.2, Beschluss

Erhalt von denkmalwürdigen und denkmalgeschützten stadtbildprägenden Backsteinbauten und Ensemble

Die Anfang des 20. Jahrhunderts unter der Leitung von Fritz Schumacher in Hamburg gebaute Wohnbebauung ist mit ihren Backsteinfassaden stadtbildprägend und typisch für Hamburg. In Altona, Barmbek, Dulsberg, Veddel oder Hamm stehen bis heute viele Wohngebäude mit den typischen Backsteinfassaden. Die Siedlungen aus den 20er-und 30er-Jahren mit ihren zirka 130 000 Wohnungen sind ein wesentlicher Merkmal der Identität in Hamburger Stadtteilen.

Im Rahmen von Fassadendämmmaßnahmen und Klimaschutz-Sanierungen sind bereits viele dieser typischen Backsteinfassaden Hamburgs nachhaltig beschädigt worden und hinter dicken Dämmplatten aus Kunststoff verloren gegangen. Es findet eine zunehmende Veränderung des Hamburger Stadtbildes statt.

Dem Zielkonflikt, der sich aus dem Denkmalschutz einerseits und energetischer Sanierung des Altbaubestandes ergibt, muss sich die LINKE stellen.

In Hamburg engagiert sich Die Linke deshalb dafür:

  • dass die vorhandenen stadtbildprägenden Baukulturen und das so entstandene Stadtbild Hamburgs erhalten bleibt,
  • dass bei der technischen und energetischen Sanierung o.g. und anderer schützenswerter Fassaden Verfahren zur Anwendung kommen, die dies ohne Zerstörung derselben möglich machen,
  • dass zukünftig bei der Vergabe von Fördermitteln durch die hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt bei energetischen Sanierungsmaßnahmen die Einhaltung denkmalpflegerischer, architektonischer sowie gestalterischer Anforderungen des Sanierungsvorhabens als entscheidende Voraussetzungen berücksichtigt werden.