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10. September 2008 Internationale Politik

Hurrikan Gustav und Ike: Der schlimmste Sturm seit 50 Jahren über Kuba - Solidarität jetzt!

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wurde Kuba und besonders die Provinz Pinar del Rio von einem zerstörerischen Hurrikan heimgesucht. Am 7.9.08 traf Hurrikan „Ike“ mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h auf die Ostprovinzen Guantánamo und Holguin und zog über  Las Tunas, Camagüey, Sancti Spiritus, Villa Clara, Matanzas, Havanna und  Pinar del Rio am 9.9.08 weiter  in Richtung Golf von Mexiko. 2,6 Millionen Menschen wurden evakuiert. Trotzdem sind 4 Tote zu beklagen. Hunderttausende Nutztiere wurden in Sicherheit gebracht. Zehntausende Häuser und das Stromnetz sind in  weiten Teilen der Insel zerstört, landwirtschaftliche Kulturen (Zuckerrohr, Bananen, Zitrus, Maniok, Tabak u.a.) vernichtet.

Die Cuba Sí-Milchprojekte in Guantánamo, Sancti Spiritus, Havanna und erneut in Pinar del Rio sind stark betroffen. Konkrete Angaben über das Ausmaß der Schäden liegen noch nicht vor, auch, weil die Kommunikation mit unseren kubanischen Projektpartnern in den letzten Tagen kaum möglich war.

Cuba Sí wird seine Hilfe auf das Milchprojekt in Pinar del Rio konzentrieren und in Absprache mit seinen kubanischen Projektpartnern sowie in Abhängigkeit vom Ausmaß der Schäden auch auf die anderen Milchprojekte ausweiten.

Weiterhin bereitet Cuba Sí die Entsendung von zwei Schiffscontainern mit 15 Tonnen Hilfsmaterial vor.

In diesem Moment ist von höchster Priorität, an den Cuba Sí-Milchprojekten die Weiterarbeit zu gewährleisten, damit die Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgt wird.

Es ist sicherlich kein Zufall, dass in der Medienberichterstattung über den Hurrikan Gustav Kuba, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt wird. Dabei beschreiben die kubanischen Behörden diesen Hurrikan als den schlimmsten seit 50 Jahren. Er traf mit einer Geschwindigkeit von 240 km/h am Samstag dem 30.8.08 auf die Insel der Jugend und am späten Samstagabend auf Pinar del Rio, die westlichste Provinz der Insel. Auch in der Provinz Havanna verursachte Gustav große Schäden. Über 450 000 Menschen aus den genannten Regionen wurde evakuiert. Bisher sind keine Todesfälle zu beklagen. Die Zahl der Verletzten beläuft sich auf 18 Personen.

Auf der Insel der Jugend ist das Stromnetz völlig zerstört, die Energieversorgung (Strom, Wasser, Gas) daher komplett zusammengebrochen.

Nach ersten Angeben wurden in der Provinz Pinar del Rio 86 000 Gebäude (Wohnungen, Schulen, Kliniken u.a.) 600 Strommasten und 60 Hochspannungsmasten sowie 3.400 Tabakhäuser und 60 Geflügelfarmen zerstört.

Die Bananenernte ist dort komplett vernichtet.

Jeder Euro hilft!

Spendenkonten:
Für den Transport von Hilfsgütern:

Parteivorstand DIE LINKE/Cuba Sí
Berliner Bank AG (BLZ 100 200 00)
Konto-Nr.: 4382 2100 00
VWZ: Kuba muss überleben

oder

Parteivorstand DIE LINKE/Cuba Sí
Berliner Sparkasse (BLZ 100 500 00)
Konto-Nr.: 13 2222 10
VWZ: Milch für Kubas Kinder/Pinar del Rio

Spendenbescheinigung auf Wunsch.