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4. Februar 2012 Aus der Partei

Die LINKE entwickelt sich - Auf zu neuen Ufern

Am 20.und 21. Januar trafen sich 150 Linke in der Stadtteilschule am Hafen, um über verschiedene Themen in Workshops sich auszutauschen, zu diskutieren und neue Wege zu suchen. Das gute Essen der Kantine, die Kinderbetreuung im gemütlichen Mädchenzentrum der Schule und die tatkräftige Unterstützung der GenossInnen als ModeratorInnen in den Workshops leisteten einen wichtigen Beitrag für das Gelingen der Konferenz.

Prof. Michael Vester eröffnete die Tagung am Freitagabend mit einem interessanten Referat zum Thema „Auflösung oder Wandel der Klassengesellschaft? Differenzierung sozialer Lagen und sozialer Mentalitäten.“ und gab somit eine theoretische Grundlage für die Diskussionen in den Workshops. Mit anschaulichen Darstellungen und praxisnahen Beispielen wurde der Vortrag mit Leben gefüllt. Vester entwickelte eine Gesamt-Gliederung der sozialen Klassenmilieus in Form einer Landkarte, in der die verschiedenen Mentalitäten, Habitus und Praxisformen dargestellt waren. Diese half vielen GenossInnen sich sozialpolitisch zu verorten und gab der LINKEN Hinweise für Mobilisierungsmöglichkeiten von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen. Das moderne Arbeitnehmermilieu (Facharbeiter und praktische Intelligenz) sowie die unangepassten Unterpriviligierten  seien mögliche Zielgruppen.

In den einzelnen Workshops am Samstag wie „Partei und Bewegung“, „Community Organzing“, „Satzungsreform“ oder „Erfahrungsaustausch aus Bezirken“ wurde engagiert über unsere Politik und weitere Handlungsmöglichkeiten diskutiert. Die Inputreferate von Wiebke Hansen, Dirk Seifert und Prof. Michael Rothschuh boten einen Anlass zu spannendem Erfahrungsaustausch und kontroversen Diskussionen. Rollenspiele zum Thema Mitgliedergewinnung/ Kommunikation ließen die Teilnehmer erkennen, wie viel Spaß Parteientwicklung bringen kann. Neben neuen Mitgliedern waren auch erfahrenere GenossInnen dabei. So war ein intensiver Austausch möglich.

Am Samstagabend stellten die GenossInnen Ergebnisse  und neue Vorschläge aus jedem Workshop im Plenum vor. Die GenossInnen aus dem Workshop „Partei und Bewegung“ stellten fest, dass die Initiativen aufgrund ihrer Einpunktforderungen, ihrer „bunten“ Zusammensetzung und ihrer weniger hierarchischen Organisationsformen einen niedrigschwelligeren Zulauf hätten als die Parteien. Aber beide politischen Formen ergänzten sich gegenseitig und brauchten einander.

Es wurde vorgeschlagen, ein Koordinationsbüro auf Landesebene zur Vernetzung der sozialen Bewegungen Ende Februar zu bilden.
Weiterhin sollen eine AG „Kommunikation“  sowie eine AG „Demokratie“ gebildet werden. Die genauen Ergebnisse aller Workshops wurden protokolliert und werden in einer Dokumentation festgehalten.
Torsten aus Wilhelmsburg stellte fest: „Die Konferenz war super! So etwas muss unbedingt wiederholt werden!“

Eindrücke der Konferenz ( Fotos, Vortrag von Michael Vester) sind auf der Website verfügbar.