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31. März 2008 Gewerkschaftspolitik

AG betrieb & gewerkschaft DIE LINKE fordert: Lohnschub jetzt!

Die wirtschaftspolitische Abteilung von ver.di hat festgestellt : Die Löhne in Deutschland seien gerade mal um 1,4 Prozent – inflationsbereinigt – seit dem Jahr 2000 gestiegen, aber In Frankreich um knapp 10%, in Großbritannien sogar um über 17%. Dabei gäbe es in Deutschland viel zu verteilen: Das Volkseinkommen stieg zwischen 2000 und 2007 um 20% oder 300 Milliarden Euro. Augrund der geringen Lohnsteigerungen haben die Beschäftigten davon aber gerade 80 Milliarden Euro abbekommen, den weitaus größeren Teil haben Unternehmen, Reiche und Vermögende einkassiert.

Die Beschäftigten brauchen wieder mehr Geld in der Tasche, um sich mehr leisten zu können. Das schafft Arbeitsplätze.

Solidarität mit den Einzelhandelsbeschäftigten ist notwendig

Die Beschäftigten des Einzelhandels kämpfen gegen Hungerlöhne. Die laufende Tarifrunde des Einzelhandels begann im Mai 2007, seit Dezember 2007 verweigern die Arbeitgeber die Wiederaufnahme der Verhandlungen. Agnes Schreieder, stellv. ver.di-Landesleiterin in Hamburg betonte in ihrer Rede, dass die Beschäftigten im Einzelhandel schon längst eine kräftige Lohnerhöhung verdient haben. „Wir wollen nicht länger akzeptieren, dass die Menschen im Handel für Hungerlöhne arbeiten – Arbeit darf nicht arm machen“, so Schreieder.

Skandal im Bewachungsgewerbe

Der Arbeitgeberverband BDWS im Bewachungsgewerbe will gemeinsam mit der Gewerkschaft Öffentliche Dienste (GÖD) Armutslöhne auf Jahre festschreiben. Das letzte Angebot der Arbeitgeberseite von 5,75 € pro Stunde ab 2009 wurde von ver.di als völlig unzureichend zurückgewiesen. Ver.di hat den vom Bewachungsgewerbe angekündigten Antrag auf Aufnahme in das Arbeitnehmerentsendegesetz als skandalös bezeichnet.

Zur Verhinderung solcher Armutslöhne fordert die LINKE einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8 € für alle!

Auseinandersetzung  bei der Post

Für die Postbeamtinnen und -beamte fordert ver.di Bundesfinanzminister Peer Steinbrück auf, die 38,5-Stunden-Woche festzuschreiben. Ein Rückfall auf die 41-Stunden-Woche wäre ein Wettbewerbsgeschenk der Politik an die Deutsche Post AG in Höhe von 2,5 Stunden unbezahlter Mehrarbeit.

Für die 130 000 Tarifkräfte fordert ver.di in den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Post AG eine Verlängerung des zum 31. März 2008 auslaufenden Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen bis zum 30. Juni 2011 sowie 10 Arbeitszeitverkürzungstage pro Jahr. Diese Reduzierung der Wochenarbeitszeit gleiche die Arbeitsplatz vernichtende Wirkung der von der Deutschen Post AG geplanten Arbeitszeiterhöhung für die Beamtinnen und Beamten wieder aus.

Gemeinsam für mehr soziale Gerechtigkeit!

Eins ist klar. Die weitere Entwicklung wird durch die Mobilisierung der Kolleginnen und Kollegen entschieden!

Die LINKE AG betrieb & gewerkschaft im Landesverband Hamburg ruft deshalb alle zur Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen  im Einzelhandel, im Bewachungsgewerbe und bei der Deutschen Post AG auf. Beteiligt euch an den Kundgebungen von ver.di und den anderen Öffentlichen-Dienst-Gewerkschaften.