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4. September 2008

Eine Schule für Alle - so nah dran wie noch nie!

Volksbegehren unterschreiben: 19.09. bis 09.10.2008

Volksbegehren vom 19.09. bis 09.10. 2008!

Abgestimmt wird über den Gesetzentwurf zur Einführung der Gemeinschaftsschule in Hamburg, mit dem das dreigliedrige Schulsystem in Hamburg abgeschafft werden soll. Die CDU - GAL - Koalition will ab 2010 ein sog. Zwei-Säulen-Modell einführen, wodurch das dreigliedrige Schulsystem aber erhalten bleibt.
Durch die Gemeinschaftsschule soll nicht nur die Schulform geändert werden, sondern auch die Methoden im Unterricht sollen sich ändern. Jeder einzelne Schüler und jede einzelne Schülerin soll besser gefördert werden.

Gleichmacherei?

Wenn ein Argument gegen "Eine Schule für Alle" nicht zutrifft, dann das der "Gleichmacherei". Jede Gemeinschaftsschule kann ihre innere Schulorganisation selbst festlegen, z.B. die Unterrichtsorganisation,  die Dauer der Schulzeit bis zum Abitur und die Bildungsschwerpunkte.
Wofür alljährlich in Deutschland der Schulpreis verliehen wird, das soll dann allen Schulen ermöglicht werden: "Eine Schule kann den Unterricht klassen-, kurs-, jahrgangs- oder stufenübergreifend organisieren."

Elternwille?

Ein anderes Argument, das gern gegen die Schule für Alle angeführt wird, ist die angebliche Abschaffung des Elternwillens. Das Gegenteil ist der Fall: Die Eltern haben in der Gemeinschaftsschule an vielen Punkten die Entscheidung zu treffen - wie in keiner anderen Schulform!
Die Eltern entscheiden, ob ihr Kind, wenn es sonderpädagogischen Förderbedarf hat, in einer Integrationsklasse oder einer speziellen Sonderschule unterrichtet wird.
Die Eltern entscheiden, welche Schule ihr Kind im Anschluss an die Grundschule besuchen soll.
Der Elternwille bleibt erhalten bei den Übergängen von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe bis hin zu einem Schulwechsel. Sitzenbleiben wird generell abgeschafft, aber die Eltern können die Wiederholung einer Klasse für ihr Kind erwirken.

Wie soll die Einführung der Gemeinschaftsschule ablaufen?

Ist das Volksbegehren erfolgreich, wird von der  Schulbehörde eine Planung für die Gemeinschaftsschule in Hamburg verlangt werden. 
Parallel zur Europawahl oder zur Bundestagswahl wird dann 2009 der Volksentscheid durchgeführt. Bei Erfolg muss nach dem schwarz-grünen Koalitionsvertrag davon ausgegangen werden, dass der  Gesetzentwurf zur Einführung der Gemeinschaftsschule in Hamburg umgesetzt wird. Zum Schuljahr 2011 / 2012 kann dann die "Schule für Alle" eingeführt werden.

Eine Schule für Alle heißt:
Gymnasium für Alle!

Dora Heyenn &
Karin Haas