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http://www.youtube.com/watch?v=_kocZ-j-o3I

 

Kühlschrank und Passivhaus

 

In Hamburg kann nach einer Beantragung bei der Hamburger EnergieAgentur (Hamea) an einkommensschwächere Haushalte – aber nur an solche, die Arbeitslosengeld II, Wohngeld oder Sozialhilfe beziehen, – ein Zuschuss von 100 Euro aus öffentlichen Mitteln ausgezahlt werden, wenn sie anstelle eines über 10 Jahre alten Kühlschranks einen neuen Kühlschrank mit der Effizienzklasse A++ kaufen.

Das ist gut so – abgesehen von der Einschränkung.

 

Voller Stolz gibt die HAMEA im November 2011 auf ihrer Homepage bekannt, dass auf diesem Wege schon der Kauf von 73 Neugeräten realisiert werden konnte.

Insgesamt wurde also eine Zuschusssumme von  7.300 Euro an 73 einkommensschwächere Haushalte ausgeschüttet!

 

Beim Bau eines einzelnen Passivhauses wird in Hamburg aber ohne Prüfung des Einkommens ein Zuschuss von 31.000 Euro von der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt ausgezahlt!

 

Wir fragen: Ist das richtig?

Warum werden nicht an viel mehr Haushalte mit kleinen Einkommen, zum Beispiel an alle, die Anspruch auf eine Sozialwohnung haben, Zuschüsse ausgezahlt, die ihnen den Kauf von energieeffizienten Geräten ermöglichen?

Brauchen einkommensstärkere Haushalte, die sich den Bau von Ein- oder Zweifamilienhäusern leisten können, wirklich so hohe Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln, wenn sie doch nach dem Bau eines Passivhauses sehr wenig für Heizkosten ausbringen müssen?