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Inhalt:

  • Die Quadratur des Kreises -Klimawandel stoppen im Kapitalismus? mehr
  • 3. Energiepolitische Konferenz der LINKEN. Bitte beachtet auch das Script des Vortrags von Professor Marquardt zum Herunterladen am Ende der Einladung! mehr



    Die Quadratur des Kreises - Klimawandel stoppen im Kapitalismus?


    Veranstaltung mit Elmar Altvater
    Dienstag 9.April, 19h
    Centro Sociale, Sternstr.2


    Avanti
    Tresengespräch


    Im vergangenen Jahr 2012 wurde klar, dass der Klimawandel schneller voranschreitet, als ohnehin bisher prognostiziert wurde. Schon heute bedroht der Klimawandel die Existenz vieler Millionen Menschen und wenn alles so weiter liefe, kommt es laut etablierter Forschung zu einer Erwärmung von mindestens 6 Grad Celsius und damit u.a. zur Unbewohnbarkeit großer Teile der Erde noch in diesem Jahrhundert. Abgesehen vom Krisenjahr 2009 expandiert der globale Kapitalismus jedoch immer weiter und bläst so jedes Jahr entsprechend mehr CO2 in die Atmosphäre. Auch das riesige Kohlekraftwerk Moorburg würde dazu seinen Teil tun. Dabei gehen die fossilen und nuklearen Brennstoffe in wenigen Jahrzehnten zur Neige.

    Daran ändert auch der Hype um die ökologisch besonders zerstörerischen, sehr aufwändigen „Extreme-Energy“-Technologien wie Fracking oder Öl aus Teersand, Polar- und Tiefseebohrungen nichts. Der Kapitalismus ist offenbar nicht dazu in der Lage, die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen zu erhalten.

    Die Quadratur des Kreises:
    Klimawandel stoppen
    im Kapitalismus?

    Bei Einigkeit darüber, dass etwas geschehen muss, stehen sich oft zwei Auffassungen gegenüber:
    Die notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz sind vorrangig gegenüber der Kapitalismuskritik - dafür bleibt keine Zeit!
    Die ökologische Krise kann nicht gelöst werden, ohne den Kapitalismus zu überwinden!

    Wir freuen uns, dass Elmar Altvater seine fundierte Sichtweise auf die Thematik mit dem Publikum und uns diskutieren wird. Altvater, emeritierter Professor der FU Berlin und u.a. Mitglied des wissenschaftlichen Beirat von ATTAC, ist einer der wichtigsten Politikwissenschaftler der letzten Jahrzehnte und hat immer wieder bedeutende Beiträge zur Debatte beigesteuert, so u.a. in seinem Buch „Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen“ (2005).

    Die inneren Strukturen des Kapitalismus bewirken einen „stummen“ Zwang der Verhältnisse zu ständiger Beschleunigung und Expansion. Das „Wachstum“ ist aber u.a. angewiesen auf Arbeitskräfte sowie in zweifacher Hinsicht auf Natur. Diese muss die notwendigen Rohstoffe bereitstellen als auch die anfallenden Schadstoffe aufnehmen.
    Weil der Planet, seine Ressourcen und die Belastbarkeit der Ökosysteme aber nicht mit der immer weiter expandierenden kapitalistischen Produktion mit wachsen können, überschreitet die Beanspruchung der Natur schließlich gewisse Grenzwerte.

    So erleiden Ökosysteme ernsthafte Schäden, mit schlimmen Folgen für die Menschen. Das zeigt sich u.a. beim Klimawandel, aber auch bei weiteren schwerwiegenden globalen Problemen wie u.a. der Zerstörung der Bio-Diversität, der Ackerböden, Frischwasserbestände, Fischgründe und Wälder, der Übersäuerung der Ozeane sowie der chemischen Verseuchung der Biosphäre.

    Zugleich ist die endgültige Erschöpfung der Bestände von etlichen Schlüsselressourcen absehbar. Dies betrifft zentral die fossilen Energieträger Öl, Gas und auch Kohle, ebenso Uran und Basismetalle wie Nickel, Kupfer, Zink, u.a. Auch „grüne“ Versuche, der Ressourcenverknappung durch z.B. die mittlerweile in großem Umfang stattfindende „Bio“-Diesel-Produktion zu begegnen, führen nicht zur Lösung der ökologischen Problematik, sondern verschärfen die soziale Frage u.a. durch erhöhte Nahrungsmittelpreise.


    hamburg.avanti-projekt.de
    V.i.S.d.P.: Max Hoelz, Stresemannstr. 71, 22769 Hamburg
    www.gegenstrom13.de

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    Energie für Alle - Demokratisch & sozial - dezentral & ökologisch

     

     

     

     

    Bitte beachtet auch das Script des Vortrags von Professor Marquardt zum Herunterladen am Ende der Einladung!

     

    3. Energiepolitische Konferenz

    der LINKEN in Hamburg

     

     

    Sabine Wils, MdEP und Die LINKE in Hamburg laden ein zur 3. Energiepolitischen Konferenz der LINKEN in Hamburg

    mit Dr. Gregor Gysi

    sowie Jochen Stay ("ausgestrahlt."), Wiebke Hansen ("Unser Hamburg unser Netz"), Thorben Becker ("BUND"), Jan van Aken, Dora Heyenn, Dorothee Menzner, Wolfgang Methling und Sabine Wils und vielen anderen.

    Samstag, den 23. März 2013 ab 10:30 Uhr

    Im Haus des Sports, Schäferkampsallee 1, 20357 Hamburg
    (direkt bei der U-Bahn Haltstelle Schlump)

     

     

     

    Am 22.September werden die Hamburgerinnen und Hamburger entscheiden, ob die Hamburger Energienetze (Fernwärme inkl. Wärmeerzeugung, Gas, Strom) in die Öffentliche Hand übernommen werden; diese gehören zur Zeit Vattenfall und E.on. In Berlin wird es einen Volksentscheid über das Stromnetz geben.

    Vattenfall, E.on & Co. torpedieren die Abschaltung von acht AKWs, bauen neue Kohlekraftwerke und lassen durch die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren bremsen. Sie treiben die Preise für Privatkunden in die Höhe, beschleunigen den Klimawandel und verdienen prächtig daran.

    So geht Energiewende nicht. Energieversorgung als gesellschaftliche Daseinvorsorge muss dem Profitprinzip entzogen und von der Bevölkerung demokratisch kontrolliert werden. Eine wirkliche Energiewende schafft eine atom-, kohle- und konzernfreie dezentrale Energieversorgung, die Klimaschutz ermöglicht und Energiearmut verhindert. Sie ist das Herzstück eines sozial-ökologischen Umbaus der  Gesellschaft.

    Der SPD-Senat will demgegenüber die Energieversorgung Hamburgs Vattenfall und E.on ausliefern. Die Verträge des Scholz-Senats mit Vattenfall und E.on leisten weiterer Preistreiberei Vorschub und verhindern wirksamen Klimaschutz.

    Die Übernahme der Energienetze in die Öffentliche Hand wird ein wichtiger Baustein für eine tatsächliche Energiewende sein. Die Stadt bekommt wieder Einfluss auf die Entwicklung der Energieversorgung, die Gewinne aus den Netzen bleiben in Hamburg. Der Erfolg des Volksentscheids wird die Tür aufstoßen zu einer sozial gerechten, klimaverträglichen und demokratisch kontrollierten Energieversorgung aus erneuerbaren Energien. Deshalb unterstützen wir auch weiterhin die Volksinitiative „Unser Hamburg – unser Netz“.

    Die Rekommunalisierung der Fernwärmeversorgung und der Strom- und Gasnetze ist zugleich eine Offensive gegen die neoliberale Privatisierungspolitik, die nicht nur schlimmeres verhindern, sondern sie an einem strategisch wichtigen Punkt in Hamburg, Berlin und anderswo rückgängig machen will.

    Wie kann eine wirkliche Energiewende durchgesetzt werden? Darüber wollen wir mit WissenschaftlerInnen, AktivistInnen außerparlamentarischer Bewegungen und PolitikerInnen diskutieren.