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Hamburger Hundegesetz

Das Hamburger Hundegesetz, wie viel Scheinsicherheit verträgt die Demokratie?

Von Burkhard Bernheim
Hamburg, den 29.10.2008

Der Schäferhund/Mix fällt in Hamburg durch besonders viele Beißvorfälle auf, das belegen Statistiken. Von 2004-2007 war der Schäferhund/Mix in 322 Beißvorfälle verwickelt, dabei wurden 162 Menschen und 160 Hunde verletzt.

Nach wissenschaftlichen Untersuchungen ist keine Hunderasse von Geburt an gefährlich.
Stellt sich die Frage, weshalb der Schäferhund/Mix auf Platz zwei der Beißstatistiken nach den Mischlingen steht, Schäferhunde gehören zu den Gebrauchshunderassen, diese werden häufig auf Hundeplätzen zu Schutzhunden ausgebildet.

Hunde lernen bei der Ausbildung Ihren Beuteinstinkt auszuprägen und auf Kommando einen Figuranten (Menschen) anzugreifen und ihn in seinen gepolsterten Schutzarm zu beißen.

Die Gesetze erlauben fast jedem Menschen seinen Hund zu einem Schutzhund auszubilden oder einen schon ausgebildeten Hund zu erwerben, etablierte PolitikerInnen und die Medien trauen sich nicht, diesem Spuk ein Ende zu bereiten, weil Sie sich nicht mit der übermächtigen Schäferhund-Lobby anlegen wollen.

Das Volk fühlte sich durch die Zunahme von Beißvorfällen verunsichert, also mussten Verordnungen und Gesetze her. Bauernopfer waren schnell gefunden, Bullterrier, American Stafforshire Terrier Pit Bull Terrier und Co..

Obwohl diese Hunderassen in den Beißstatistiken untere Plätze belegen oder gar nicht autauchen, sind Sie in Hamburg auch nach bestandenem Wesenstest, unwiderlegbar gefährlich und verboten.

Nach dem tragischen Beissvorfall im Jahre 2000, änderte sich für HundehalterInnen dieser Rassen schlagartig alles, vielen HalterInnen wurden Ihre Hunde weggenommen, erschütternde Szenen spielten sich ab,die Polizei kam morgens mit einem großen Aufgebot und beschlagnahmte Listenhunde (teilweise mit Gewalt) vor den Augen weinender Kinder, Familien verstanden die Welt nicht mehr, das Ihr Liebling der noch nie auffällig geworden war, nur aufgrund seiner Rassezugehörigkeit wohl den Rest seines Lebens im Hamburger Tierschutzverein dahinvegetieren soll, ist für Sie unverständlich.

Im Jahr 2001 biss ein Deutscher Schäferhund in Pinneberg (bei Hamburg) ein 13 jähriges Mädchen tot. Nach Informationen der Pinneberger Bevölkerung war dieser Hund ein ausgebildeter Schutzhund.

Konsequenzen hatte dieser Beissvorfall mit Todesfolge eines Kindes keine, Politiker/innen und die Medien versuchten den tödlichen Vorfall zu verschweigen.
Was hat ein ausgebildeter Schutzhund (Waffe) in Händen von privat Personen zu suchen?

Bei der Evaluierung des Hamburger Hundegesetzes müssen Politiker/innen endlich die wirklichen Gefahren die sich durch Hundehaltung ergeben berücksichtigen und dementsprechend handeln.

Keine Scheinsicherheit mehr!
Weg mit den sinnlosen Rasselisten!
Verbot von Leistungszuchten speziell bei Schäferhunden!
Verbot der Schutzhundeausbildung für privat Personen!