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Hamburger Volksentscheid zur Primarschule - Anmerkungen zu Ergebnissen, Folgen, Fragen

Kurt Michel / pixelio.de

Horst Bethge (Mitglied des Landesvorstandes und der Steuerungsgruppe der LINKEN, BAG Bildungspolitik)

Der Ausgang des Volksentscheids ist eine eklatante Niederlage der Schulstrukturreform- Befürworter und ein Sieg für die Oberschicht, das große Geld und Springer, die scharfe soziale Auslese im Hamburger Bildungssystem beizubehalten. Die flächendeckende Primarschule kommt also jetzt in Hamburg nicht. Einige Schulen werden u. U. über den Status des Schulversuche trotzdem beginnen. Dennoch bleiben als substanzieller Erfolg etliche Verbesserungen im Umfang von jährlich 60 Mill. € und die Rückgängigmachung einer unsozialen Maßnahme (Büchergeld). Bundesweit gibt es die beste gesetzliche Senkung der Klassenfrequenzen in der Grundschule (maximal 23 bzw. 19 Schüler pro Klasse). Über 400 LehrerInnen sind zusätzlich eingestellt worden. Es kann von einem Schulfrieden nicht gesprochen werden. In Zukunft nach diesem Ergebnis erst recht nicht, denn die Kampagne hat tiefe Gräben gerissen. Das enorm sozial selektive System der Mehrgliedrigkeit ist dennoch nicht zu halten, ist selbst kontraproduktiv für das heutige kapitalistische System. mehr

Liebe Genossinnen und Genossen,

der Hamburger Aufruf ist eine Aktion vieler Hamburgerinnen und Hamburger zur Unterstützung der 6-jährigen Primarschule. Mit diesem Aufruf sollen alle diejenigen angesprochen werden, die mit dem jetzigen Schulsystem unzufrieden sind und für längeres gemeinsames Lernen eintreten; alle, die in der geplanten Primarschule einen kleinen Fortschritt sehen und nicht wollen, dass schon kleinste geplante Verbesserungen von den Konservativen gegen die Wand gefahren werden. Dieser Aufruf soll auch ein Gegengewicht zum Medienrummel der Initiative "Wir wollen Lernen" sein, die erreichen will, dass alles in den Schulen so bleibt, wie es heute ist. Die LAG Bildungspolitik hat die Unterzeichnung beschlossen.

Wir bitten euch, unterschreibt den Aufruf, verbreitet ihn, sorgt dafür dass Organisationen oder Teile davon unterschreiben:Schüler/innen,  Eltern, Elternräte, Bezirksorganisationen usw.

Sendet bitte euer und anderer Leute Einverständnisse  per E-Mail an:
Sabine Boeddinghaus: sboeddinghaus@googlemail.com  

Kay Beiderwieden AG Bildungspolitik
Henning Feige, AG Bildungspolitik

Kontakt zur AG Bildungspolitik