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Beschäftigte von "Pflegen & Wohnen" kämpfen für einen neuen Tarifvertrag - 12.01.2012

Mehrere hundert Beschäftigte von "Pflegen & Wohnen" haben heute in Winterhude für einen neuen Tarifvertrag demonstriert. Seit Tagen befindet sich die Belegschaft von Hamburgs größtem privaten Betreiber von Seniorenpflegeeinrichtungen in einem unbefristeten Streik.

Hintergrund des Arbeitskampfes ist die Kündigung des Tarifvertrags durch die Eigentümer von "Pflegen & Wohnen" und ihre fortgesetzte Weigerung, mit der Gewerkschaft ver.di zu verhandeln.

Tim Golke und Kersten Artus, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, demonstrierten mit. Artus, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion, weist daraufhin, dass "gute Pflege nur von Menschen geleistet werden kann, die vernünftige Arbeitsbedingungen haben". Den Streik zu unterstützen, sei deshalb nicht nur im Interesse der Beschäftigten, sondern aller Hamburger: "Jeder kann einmal zum Pflegefall werden, jeden kann es treffen. Und dann will doch niemand von unterbezahlten Billigkräften versorgt werden."

Auch Tim Golke, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Fraktion, wünscht den Streikenden viel Erfolg: "Der Kampf der Beschäftigten für einen Tarifvertrag und fairen Lohn ist legitim und hat unsere volle Unterstützung. Nur Tarifverträge schützen die Beschäftigten vor Ausbeutung und sozialem Abstieg." Die LINKE werde die Streikenden so lange unterstützen, bis sie ihre Ziele erreicht hätten, auch wenn das "einen langen Atem" erfordere, so Golke.